Internetrecht

Sicheres Passwort erstellen – Gewusst wie

Immer häufiger berichten die Medien über Phishing, Hacking, Warenbetrug und Ähnliches. Die Online-Kriminalität nimmt ohne Zweifel zu. Ein erster Schritt wie man sich als Nutzer im Netz schützen kann ist, ein sicheres Passwort zu erstellen. Das minimiert eindeutig das Risiko Opfer von Betrügern zu werden. Wir erklären, welche Kriterien ein Passwort erfüllen muss, um den Sicherheitsstandards zu genügen.

  • Es sollte nicht zu kurz sein

Ist das Passwort zu kurz, sind Hacker in der Lage selbst Fantasiewörter oder Zeichenketten zu knacken.

  • Es sollten keine echten Wörter verwendet werden

Hacker können automatisch die Passwörter mit dem Wörterbuch abgleichen und finden auf diese Weise schnell heraus, um welches Wort es sich handelt.

  • Es sollte aus Buchstaben und Ziffern bestehen

Ein sicheres Passwort sollte Groß- und Kleinbuchstaben und Ziffern enthalten. Dadurch erhöht sich die Zeit, die Hacker aufwenden müssten, um das Passwort zu knacken um ein Vielfaches.

  • Je länger das Passwort, desto sicherer

Ein sicheres Passwort sollte aus mindestens sechs Zeichen bestehen. Ideal sind Passwörter mit zwölf Zeichen und mehr.

  • Für jeden Online-Dienst ein Passwort

Auch wenn es mühselig erscheint: Für jeden Online-Dienst sollte ein gesondertes Passwort erstellt werden. Ansonsten haben Betrüger ein sehr leichtes Spiel. Knacken Sie einmal das Passwort, können Sie den Online-Banking Account räumen, im Netz fröhlich einkaufen und möglicherweise noch in den sozialen Netzwerken Unfug mit der fremden Identität treiben.

  • Keine Passwörter automatisch speichern

Viele Internetbrowser bieten dem Nutzer an, das gerade eingegebene Passwort zu speichern, sodass es beim nächsten Besuch nicht erneut eingegeben werden muss. Diese Funktion ist zwar praktisch, birgt aber auch Risiken. Wer an einem öffentlichen Computer surft oder aus Versehen ein Trojaner auf seinem Rechner installiert, bietet auf diese Weise leichten Zugriff auf seine Daten.

  • Häufig wechseln

Unabhängig davon, ob das ausgewählte Passwort als sicher gilt oder nicht, sollte es alle drei bis sechs Monate geändert werden.

Unser Tipp:

Durch die Kombination mit einem Stammpasswort, das nicht aus einem echten Wort besteht, und einem spezifischen Passwort für die entsprechende Seite, sind Nutzer gut vor einem Angriff geschützt. Wer dann noch bestimmte Buchstaben in Zahlen umwandelt und sein Passwort regelmäßig wechselt, minimiert das Risiko erheblich, dass seine Konten missbraucht werden.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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