Internetrecht

Racheaktion gegen Constantin Film

Mit welchen Konsequenzen muss ein Medienkonzern rechnen, wenn er die Abschaltung einer Onlineinfoplattform begünstigt?

anonymous , constantin

©-asrawolf-Fotolia

Auf die Abschaltungen der Warez-Seite drei.bz haben Anonymous zusammen mit dem Team M3du5a mit einem Angriff auf die Server von Constantin Film reagiert.

 

Wer unbedingt wissen möchte, was ihn im Kino in den nächsten Jahren erwartet, muss nicht mehr bei einem Filmunternehmen angestellt sein, sondern kann seine Fertigkeiten als Hacker nutzen.

 

So sind die Hacker Anonymous zusammen mit dem Team M3du5a in den Server von Constantin Film unter keinen besonderen Schwierigkeiten eingedrungen, denn die Passwörter waren ziemlich einfach gelagert, und haben unter anderem eine Liste mit Filmprojekten erbeutet.

 

Die Liste enthielt Angaben wie z. B. Handlungen, Besetzung und Budget zu rund 180 Filmen, deren konkrete Planung erst in der Zukunft liegt.

 

Für die Verfilmung des Bestsellers „50 Shades of Grey“ wird Emma Watson vermutet. In der Kategorie „Must Have“ sind beispielsweise Step Up 5 und 50 Shades of Grey eingetragen. Andere Filmtitel lauten „I Met Someone“, „Imagine“ und „How to catch a Monster“.

 

In einem auf anopaste.me veröffentlichten Dokument kommentierten die Hacker den Angriff als einen Vergeltungsakt auf die Abschaltung der Warez-Seite drei.bz, an der sich Constantin Film für Verfolgung der Urheberrechtverletzungen engagiert hatte.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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