Internetrecht

Pornoproduzent kann 40.000 Euro monatlich mit Abmahnungen verdienen – Piraten leaken neue Dokumente

Update 13.12.2013 um 18h10: Soeben haben die Piraten die geheimen Abrechnungsdokumente der Kanzlei U+C veröffentlicht.

Die Dokumente zeigen erstmals, wie viel Geld sich mit Filesharing Abmahnungen verdienen lässt. Zwar stammen die Schriftstücke aus Oktober 2010 – einer Hochphase der Abmahnungen – trotzdem lassen sich auch die heutigen Umsätze gerade im Rahmen der aktuellen Redtube Abmahnungen erahnen: Der Abrechnung für einen einzelnen Rechtsinhaber beispielsweise zu entnehmen, dass im Oktober ein Gewinn von 24.000 € erzielt worden ist. 10 % davon sind als mögliche Gerichtskosten in einen Pool zurückgelegt worden.

Die Hälfte, also 12.000 € erhält die Kanzlei U+C. Der Rest in Höhe von 40 % (etwa 7000 €) wurde an den Rechteinhaber ausgeschüttet. Teilweise haben Pornoproduzenten bis zu 40.000 Euro mit den Abmahnungen verdient. Dass diese Abrechenweise illegal ist und möglicherweise einen Betrug gegenüber den Abgemahnten darstellt, hatten wir bereits nach dem gestrigen Leak berichtet.

Macht man sich jetzt klar, dass die Kanzlei U+C zeitweise mehr als 10 Rechteinhaber gleichzeitig vertreten hat (40 Rechteinhaber im Laufe der Jahre und hunderte von Werken.)

In der Kürze der Zeit, konnten wir noch nicht klären, ob die Ausschüttungen für die Kanzlei U+C nach oder vor Abzug aller Kosten geschah. Klar ist jedoch, dass größere sechsstellige Beträge monatlich für Kanzlei und Rechteinhaber zusammengekommen sind. Wir werden weiter berichten. (Update Ende)

Seit Tagen berichten wir über den Redtube Abmahnwahn und die Geschichte erscheint immer verworrener. Nun setzt Daniel Sebastian zum Gegenangriff an und erstattet seinerseits Anzeige gegen die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Werdermann/von Rüden.

Die Berliner Kanzlei hatte kürzlich Strafanzeige gegen Sebastian erhoben. Wer steckt nun mit wem unter einer Decke? Ist das alles nur ein großer Betrug? Wie sollen sich Internetnutzer in Zukunft verhalten? Wir wollen zum Ende der Woche die wichtigsten Facts und News einmal zusammenfassen, bevor heute Abend die nächsten geheimen Fakten geleakt werden. Diesmal werden die geheimen Konten der Abmahnkanzlei U+C veröffentlicht.

Die Zahlen

Innerhalb von einer Woche sind schätzungsweise 10.000 bis 20.000 Internetnutzer abgemahnt worden. Sie werden aufgefordert 250 Euro für das Schauen bestimmter Porno-Filme auf der Seite Redtube zu zahlen.

Der Verdacht

Bezüglich der Abmahnungen gibt es Ungereimtheiten. Zum ersten Mal wird wegen Streaming abgemahnt. Dabei galt das Streaming bisher als „abmahnsicher“. Die Juristen streiten, ob das Streaming überhaupt um eine urheberrechtlich relevante Verletzungshandlung darstellt. Unklar ist aber vor allem, wie die Rechteinhaber, beziehungsweise die beauftragte Kanzlei (U+C) an die IP Adressen kamen.

Offiziell heißt es, dass die Adressen über eine Software namens GladeII 1.1.3 ermittelt wurden. Recherchen haben jedoch ergeben, dass es vermutlich keine solche Software gibt. Die Software soll von der Firma itGuards Inc. aus den USA stammen. Wer jedoch nach der Firma sucht findet nur ein Postfach und die Information, dass die Firma erst Anfang des Jahres gegründet wurde. Dies erscheint reichlich verdächtig. (Quelle http://blog.kowabit.de/porno-sein/)

Doch wie wurden dann die IP Adressen ermittelt? Es gibt zu diesem Thema einige Theorien, die nach den Aussagen der Abgemahnten gar nicht abwegig erscheinen. Möglich ist, dass die Abgemahnten Opfer eines Virus oder einer anderen Malware wurden. Diese könnten per E-Mail oder über eine manipulierte Webseite übertragen worden sein. Die Viren hätten dafür gesorgt, dass die Internetnutzer beim Surfen überwacht werden. Möglich ist auch, dass die Nutzer teilweise über eine umgeleitete Adresse auf die Porno Seite gelockt wurden.

Dies würde auch den plötzlichen Anstieg der Besucherzahl auf die abgemahnten, eigentlich unbeliebten Redtube Videos erklären. (Quelle: http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Besucherstatistik-der-RedTube-Videos-lueftet-Amanda-s-Geheimnis/forum-271269/msg-24510604/read/)

Die Theorie, dass Redtube mit der Abmahnkanzlei zusammenarbeitet und selbst die IP Adressen herausgegeben hat, erscheint unwahrscheinlich. Das Unternehmen Redtube erklärte in einer Stellungnahme, dass die Abmahnungen die Rechte der Betroffenen User erheblich verletze und dass zu keinem Zeitpunkt Kundendaten an eine Kanzlei oder eine entsprechende Behörde weitergegeben wurden.

Unabhängig davon wie die IP Adressen ermittelt worden sind, sind auch Fehler bei der Auskunft durch die Provider nicht ausgeschlossen. Ein Whistleblower berichtet von einem Fall, in dem der Provider Telefonica tausende Adressen mit einer falschen Zeitzone ermittelt hatte, sodass zahlreiche Betroffene zu Unrecht abgemahnt wurden. Die Kanzlei U+C habe jedoch daraufhin nicht die Abmahnschreiben zurückgezogen.

Was, wenn es hier tatsächlich um progressives Downloading ging?

Große Unsicherheiten entstanden als Urmann die Abmahnungen damit rechtfertigte, dass es sich hier nicht um reines Streaming handelte, sondern um progressives Downloading. Viele Internetnutzer haben dieses Argument nicht verstanden und sich gefragt, woran man den Unterschied beim Surfen im Netz erkennen kann. Einer unserer Leser namens „Seatmic“ hat die Unterschiede zwischen Streaming und Progressivem Download ganz gut zusammengefasst und uns als Kommentar zur Verfügung gestellt:

Progressiver Download:

Hier wird das Video auf den lokalen Rechner heruntergeladen und in einer temporären Datei abgespeichert. Dementsprechend startet das Video erst dann, wenn die Videodateien lokal auf dem Rechner vorhanden sind. Schnell ans Ende des Videos springen ist nicht immer möglich, denn zuerst müssen die Dateien auf dem Rechner vorhanden sein.

Die technischen Standards sollen auch nicht unerwähnt bleiben: Das Video wird auf den Rechner mit einem HTTP-Protokoll geschickt. Das HTTP-Protokoll wird von Standard-Homepages verwendet.

Streaming:

Das gestreamte Video wird von einem Streaming Server aus in den Player hineingeladen und wird nicht lokal auf ihrem Rechner gespeichert. Gestreamte Videos erkennt man daran, dass man innerhalb eines Videos ohne Zeitverzögerung direkt an eine beliebige Stelle springen kann. Die Datenübertragung kann reguliert werden, folglich wird auch die benötigte Bandbreite geringer, denn es wird nur die Datenmenge heruntergeladen, die auch wirklich betrachtet wird.

Technisch bietet die Streaming Variante, die via RTMP-Protokoll übertragen wird, noch einen Vorteil: Die Inhalte sind nicht lokal gespeichert und können somit nicht nicht ohne weiteres kopiert werden.

Tatsächlich gibt es Meinungen, dass die Privilegierung nach § 44a UrhG dann nicht mehr greifen soll. Zumindest gilt dies für den Progressiven Download mit dauerhafter Speicherung. Da ich selbst die Auffassung vertrete, dass hier § 53 UrhG einschlägig ist, dürfte dieses Argument hinfällig sein. Jedenfalls reichte es wohl, um in den Schreiben an das Landgericht Köln von Download Plattform zu sprechen. Internetnutzer sollten sich im Falle des Streamings auf nicht offensichtlich illegalen Plattformen somit nicht allzu große Sorgen machen, wenn sie den Unterschied nicht kennen.

Die bisherigen Konsequenzen der Redtube Abmahnungen

Viele Abmahnende haben, entweder mit Hilfe eines Rechtsanwalts oder im Alleingang mit Hilfe eines Rechtskundigen Bekannten, gegen die Abmahnschreiben Widerspruch eingelegt. Das war unserer Ansicht nach das einzig Richtige. Betroffene sollten weder die Unterlassungserklärung unterschreiben, noch die 250 Euro zahlen. Dies gilt nach wie vor, auch für noch kommende Abmahnungen.

Einige erwägen zusätzlich eine Beschwerde gegen die Beschlüsse des Landgerichts Köln einzulegen. Unserer Ansicht nach ist dies ein weiterer richtiger Schritt, um sich zu wehren. Die Beschlüsse sind mit großer Wahrscheinlichkeit rechtswidrig ergangen. Das LG Köln hat nach unseren Erkenntnissen zwei entscheidende Fehler begangen. Zum einen hat es die Hintergründe für die gestellten Anträge nicht recherchiert und zum anderen hat es die wenigen entscheidenden Informationen aus den Anträgen vertauscht und falsch zugeordnet.

Der „Download“ ist nicht gleich zu setzen mit einer „Tauschbörse“. Die ergangenen Beschlüsse greifen in das Grundrecht des Fernmeldegeheimnisses (Art. 10 GG) ein. Ein Eingriff in Grundrechte ist nur rechtmäßig, wenn er auch verhältnismäßig ist. Davon ist bei einem vermeintlichen Schadensersatzanspruch in Höhe von 15 Euro nicht auszugehen.

Wie oben bereits erwähnt hat die Berliner Rechtsanwaltskanzlei Werdermann/von Rüden gegen den Rechtsanwalt Daniel Sebastian, der die Auskunftsanträge beim LG Köln gestellt hat, strafrechtliche Schritte eingeleitet und Anzeige erstellt. Daniel Sebastian reagierte mit einer Gegenanzeige. Diesem Beispiel sind auch viele Abgemahnte gefolgt. Wir raten jedoch von einer Strafanzeige ab.

Angesichts der hohen Zahl der Abgemahnten, würde auf die Staatsanwaltschaft eine hohe Arbeitsbelastung zukommen, die im Ergebnis vermutlich zu einer Einstellung der Verfahren führen würde. Es reicht, wenn der Fall einmal zur Strafanzeige gebracht wird. Die Chancen stehen dann gut, dass sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall ausgiebig auseinandersetzt.

Massenabmahnungen als Betrug?

Gestern hat die Piratenpartei erste Informationen geleakt, die den Verdacht auf ein betrügerisches Handeln der Kanzlei U+C und der Rechteinhaber in Abmahnverfahren erhärtet. Die veröffentlichten Dokumente beweisen, dass in solchen Massenverfahren rechtswidrige Gebührenabsprachen zwischen den Rechteinhabern und den abmahnenden Kanzleien bestehen. Sie sollen vereinbart haben sich den Gewinn zu teilen und zwar nur dann, wenn der Abgemahnte die Rechnung bezahlt.

Welche Vereinbarungen die Kanzlei U+C in den aktuellen Redtube-Streaming Fällen mit der Mandantin The Archive AG getroffen hat, ist uns nicht bekannt. Allerdings lassen diese Tatsachen aufhorchen. Mehr zu den illegalen Gebührenvereinbarungen in Abmahnverfahren erfahrt ihr hier: https://www.wbs-law.de/abmahnung-filesharing/abmahnkanzleien/abmahnung-u-c-rechtsanwaelte/piratenpartei-veroeffentlicht-geheime-uc-mandantenvereinbarung-49185/

Alle aktuellen Informationen könnt ihr auf der Webseite des Piratenradios abrufen: http://kraehennest.piraten-wagen-mehr-demokratie.de/ShowFeed.aspx?Podast=Kr%C3%A4hennest&id=13696

Heute Abend gibt es dort bereits neue Informationen. Der Fall bleibt spannend!

 

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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  1. Bernd sagt:

    Ich kann mich nur immer wieder wundern und frage mich in was für einer Bananenrepublik wir leben. Wenn ich solche Vorgänge (hier die massenweise Abmahnung), die praktisch jeder Grundlage entbehren und für die Betroffenen eine Menge Ärger und Kosten bedeuten mit beispielsweise meinem Hausbau, wo ich leider auch den Rechtsweg beschreiten mußte, vergleiche, bin ich platt. Mein Haus betreffend reagierten die Beschuldigten einfach nicht. Damit war die Sache irgendwann hinfällig, weil Aufwand (Kosten) in keinem vernünftigen Verhältnis zu dem Nutzen stand. Hier quält irgendeine Kanzlei tausende basierend auf vermutlich illegal recherchierter Daten und jeder muss Gewehr bei Fuss stehen. Das Tolle ist, die kommen damit noch durch! Sind ja Anwälte und wissen was sie da tun. Das Landgericht Köln weiss vermutlich nicht einmal im Ansatz was es da tut. Es zeigt sich ja offenbar häufig, dass man bei solchen Themen auch noch darauf angewiesen ist, dass unsere Richter/Gerichte die Materie verstehen. Die Leutchen dort sind aber von dem Thema IT vermutlich kilometerweit entfernt – also noch in der Steinzeit.
    Warum soll keine Massenklage möglich sein? Die Treiber solcher ungerechtfertigter Abmahnungen (und die Jungs wissen genau was sie tun) müssen aus solch einer Geschichte solch einen finanziellen Schaden davon tragen, dass sie hinterher Geschichte sind!

  2. Olaf sagt:

    Zusätzlich möchte ich hier darauf hinweisen, dass Kowabit (Google hilft) sogar festgestellt hat, dass die beiden Seiten the-archive.ch sowie itguards.net sogar die gleiche userID im header angegeben haben.

    Das Ganze riecht seeeeehr streng!

    Es muss doch einen Weg geben dieses Abmahnen zu unterbinden bei solch eindeutigen Informationen wie sie die letzten Tage, Gott sei dank, von der Internetgemeinde zusammengetragen wurde. Würde mich interessieren wie dies ein experte sieht.

  3. sebastian sagt:

    Jetzt kommt langsam Licht in die Sache:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Porno-Abmahnungen-Indizienkette-zur-IP-Adressen-Ermittlung-verdichtet-sich-2065879.html

    Es scheint ein von langer Hand geplanter Mio-Betrug zu sein, bei denen (angebliche) Urheberrechtsverletzungen inszeniert werden und dann mit juristischen Drohungen und schlüpfrigen Inhalten die Abgemahnten zur Zahlung genötigt werden sollten.

    Das angeblich so sichere und überzeugte Verhalten von Urmann und weiteren Involvierten kennt man aus den Mahnwellen für unberechtigte Abofallen-Forderungen und deren Profiteure.

    Hier ist eine bemerkenswerte Parallele zu beobachten:
    Damals inszenierte man Vertragsabschlüsse und mahnte, damit ein gewisser Anteil aus Angst zahlt.
    Nach der Buttonpflicht inszeniert man jetzt UrhG-Verletzungen, mahnt ab und hofft das selbe.

    Wie bei Abofallen und dem „2. Vertragsjahr“, ist es wohl nicht auszuschliessen, dass man aus jedem Zahler das Maximum rausholen will.
    Wer zahlt bekommt vermutlich die nächste Abmahnung oder es werden ihm Verstösse gegen die Unterlassungsverpflichtungserklärung unterstellt oder diese ebenso inszeniert.

  4. Kopfschüttel sagt:

    Ist es nicht langsam Zeit, dieser Schmierenkomödie ein Ende zu setzen? Wenn ich Inhaber von Rechten an einem geschützten Werk wäre und sähe, dass mein Werk ohne Zustimmung auf einer Internetplatform feil geboten wird, würde ich mich an den Betreiber dieser Platform wenden und dafür sorgen, dass mein Werk darauf so schnell wie möglich verschwindet. Wenn ich statt dessen eine Software entwickle (O-Ton U&C: „Alleinstellungsmerkmal von U&C“), die zigtausende von Besuchern am Rande der Legalität auf mein Werk lenkt (man vergleiche nur den veröffentlichten Anstieg der Abrufzahlen der Videos nach der Beobachtung!), dann ist das Werk nicht mehr ohne meinen Willen online. Dann geht es mir nicht um den Schutz des Urheberrechts, sondern ich suche eine andere, wenn auch betrügerische, Verwertungsform dieses Werkes. Das wird auch unseren Richtern nicht entgehen. Schon deswegen keine Urheberrechtsverletzung, und schon deswegen sind die Tage von U&C und der anderen Beteiligten gezählt, auch wenn die sorgfältige juristische Aufarbeitung Zeit benötigt.

    Außerdem – und daran gibt es keine ernstlichen Zweifel – ist redtube ebensowenig „offensichtlich“ illegal wie youtube. Und die Kopie, wenn überhaupt eine angefertigt wird, ist eine legale Privatkopie. Das alles ist so klar, dass ich nicht weiß, wo die rechtliche „Grauzone“, von der so viel die Rede ist, sein soll. Welcher seriöse Jurist (von den den Kopf aus der Schlinge ziehenden U&C mal abgesehen) hat denn je das Gegenteil behauptet oder veröffentlicht???

    Und U&C kündigt in selbstverliebter Arroganz weitere Abmahnungen an … und die versammelte Journaille des Landes gibt das Echo, das die Nation in Atem hält. Derweil buhlt der Pressesprecher des LG Köln um eine Beschwerde gegen die voreiligen Beschlüsse verschiedener Spruchkörper seines Gerichts. Warum erhebt keiner diese Beschwerde? Das OLG würde die Beschlüsse sofort aufheben, weil in Betracht all der nunmehrigen Diskussion von „Offensichtlichkeit“ einer Urheberrechtsverletzung doch gar keine Rede sein kann. Zwar hilft das denjenigen nicht mehr, deren Verkehrsdaten die Telekom auf der Grundlage der Beschlüsse des LG mitgeteilt hat, aber es wäre den unerträglichen U&C nicht mehr möglich, sich auf gültige Beschlüsse des LG Köln zu berufen. Wenn für die Betroffenen die Rechtmittelfrist mangels Kenntnis der Beschlüsse nicht ohnehin ungültig ist, wäre Wiedereinsetzung (14 Tage nach Kenntniserlangung) möglich!!!

    Warum macht das keiner? Vielleicht, weil auch die verteidigenden Anwälte gut mitverdienen und ihnen die nächste angekündigte Abmahnwelle nicht unrecht ist???

    Armes Land!!

    • Selbstverständlich werden wir Beschwerde gegen diese Beschlüsse erheben. Wahrscheinlich zunächst einmal textweise in einigen wenigen Verfahren, um die Entscheidungen der Landrichter abzuwarten. Dazu müsste das Landgericht Köln allerdings erst einmal unseren Anträgen auf Akteneinsicht nachkommen. Dort scheint derzeit allerdings alles still zu stehen…

  5. […] Leak geht weiter. Kollege Solmecke berichtet über weitere Dokumente, die vom Nebelhorn-Piratenradio (teilgeschwärzt) öffentlich zugänglich gemacht werden. […]

  6. […] Das Thema ist echt ziemlich heiß und wird noch lang’ nicht vorbei sein, weil die Anwaltskanzlei U+C bislang ja nur Telekom-Kunden abmahnte, und künftig ihre Abmahnwelle auch auf andere Internetanbieter-Kunden ausweiten will.[…]

  7. Andrea sagt:

    Hallo Herr Solmecke,

    neue Informationen von n-tv.de und ITespresso.

    RedTube hat eine offizielle Stellungnahme rausgegeben. RedTube spricht von großangelegter Erpressung:

    http://www.n-tv.de/technik/RedTube-kaempft-gegen-Erpressung-article11913771.html

    RedTube kämpft gegen „Erpressung“

    Neue Hoffnung für die vielen Tausend Abgemahnten im RedTube-Fall: Der Betreiber der Porno-Webseite meldet sich zu Wort und verspricht: „Die Erpressung deutscher Bürger wird nicht hingenommen!“

    RedTube halte „an seiner unerschütterlichen Überzeugung fest, dass diese Briefe vollkommen unbegründet sind und die Rechte der Empfänger in ernsthafter Weise verletzen“, schreibt RedTube-Vize Alex Taylor in der Stellungnahme. Zum Verdacht, die Abmahner könnten die IP-Adressen der Nutzer direkt von dem Betreiber der Webseite bekommen haben, stellt er klar, sein Unternehmen habe keine personenbezogenen Daten an irgendeine Anwaltskanzlei, Behörde oder andere Organisation herausgegeben.

    Taylor hält es für „sehr wahrscheinlich“, dass die Daten mit unerlaubten Mitteln abgegriffen wurden. Man gehe bei Redtube mit personenbezogenen Daten sehr sorgsam um und tue regelmäßig alles dafür, Besuchern die höchsten Datenschutzstandards zu bieten.

    Dagegen hat sich Taylor auch zu den offenbar ebenfalls massenhaft versandten Virus-E-Mails von Trittbrettfahrern geäußert. Empfänger einer solchen Nachricht, bittet RedTube um Rückmeldung unter media_ät_redtube.com.

    Darüber hinaus gibt es auf itespresso.de weitere Auszüge aus der Stellungnahme von RedTube:

    Redtube-Nutzer, die eine der Spam-Mails mit den gefälschten Abmahnungen erhalten haben, in deren Anhang sich eine Schadsoftware befand, bitte das Unternehmen um Rückmeldung an media@redtube.com. Offenbar will das Portal nicht nur gegen den Anwalt Daniel Sebastian, der die Sammlung der IP-Adressen veranlasst und die Auskunftsanträge beim Landgericht Köln gestellt hat, sowie die durch den Versand der Abmahnungen in Erscheinung getretene Regensburger Kanzlei Urmann + Collegen vorgehen, sondern auch die Spammer für ihre Handlungen zur Rechenschaft ziehen.

    Ungemach droht Anwalt Sebastian aber nicht nur von Seiten des Portalbetreibers. In Deutschland hat die hinter dem Angebot Abmahnhelfer.de stehende Kanzlei Wedermann | von Rüden hat bereits Strafanzeige gegen den in Berlin ansässigen Anwalt gestellt (PDF). Anwalt Johannes von Rüden vermutet, dass die IP-Adressen tausender Betroffener unter Verstoß des Datenschutzgesetzes gesammelt wurden. Zudem stünde “der Verdacht des gemeinsamen, bandenmäßigen und gewerbsmäßigen Betrugs im Raum.”

    http://www.itespresso.de/2013/12/13/streaming-abmahnungen-redtube-weist-vorwuerfe-zurueck/

    Und damit ist wohl klar, dass es hier um großangelegten Betrug geht und die Daten wohl direkt bei den Internet-Providern abgeholt wurden und die Herausgabe-Anforderung durch die Kanzlei Daniel Sebastian kam!!

  8. Berti sagt:

    Ja so kenne ich unser Land. Die Verfahren werden eingestellt, wenn es zu viele Anzeigen gibt… 😉
    Und dann wundern wir uns, dass rechtsradikale Gruppen immer mehr werden

  9. Andrea sagt:

    Von daher Herr Solmecke:

    bitte machen Sie weiter im Kampf gegen diese Betrug! Diesen Anwaltskanzleien Daniel Sebastian und U+C muss dass Handwerk gelegt werden. Ganz besonders vor dem Hintergrund der Berichte auf regensburg-digital.de.

    http://www.regensburg-digital.de/urmann-und-collegen-porno-pranger-kanzlei-unterliegt-in-musterprozess/05072013/

    Damit ist es so, dass diese Anwaltskanzlei U+C und diese Kanzlei Daniel Sebastian nicht zum ersten Mal auffällig wurden!!

    Richtig so, dass dieser Anwalt von Rüden hier Strafanzeige gestellt hat. Denn ein weiterer betroffener User hat sich im ZDF-Hyperland-Blog gemeldet und auch er hat Strafanzeige erhoben:

    —————————————————————-

    Aus meiner Sicht stehen U+C, Rechteinhaber und Ermittlungsfirma im Anfangsverdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Ich kann jedenfalls zu 100 % ausschließen, den Stream genutzt zu haben oder mein Netz Fremdusen zur Verfügung gestellt zu haben.

    Daher habe ich Strafanzeige gegen die Anwälte der U+C, den Direktor der Archive AG und den “Zeugen” der Ermittlungsfirma gestellt, Beschwerde bei der Anwaltskammer eingelegt und den Bundesdatenschutzbeauftragten zu einer Stellungnahme aufgefordert.

    Mal schauen was jetzt passiert…

    azimut | 12. Dezember 2013 | 23:48
    ————————————————————————————————

    http://blog.zdf.de/hyperland/2013/12/fragen-und-antworten-zur-abmahnwelle-gegen-streaming-user/#comment-9091

    Von daher: dass hier, was wir hier sehen, ist gewerbsmäßiger und bandenmäßiger Betrug und ich gehe jede Wette darauf ein, dass hier nicht nur diese beiden Anwaltskanzleien verstrickt sind, sondern auch die Content-Industrie zum wiederholten Male.

    Denn dieses Vorgehen erinnert mich an meine Filesharing-Abmahnung aus 2011. Auch da wurden meine Daten hinter meinem Rücken erhoben und ich wurde nicht mal informiert!

    Aber ich habe nichts bezahlt und hab eine modifizierte U-Erklärung rausgeschickt.

    • Auf die ModUE hätten Sie auch verzichten können. Weder Zahlung noch UE können in diesem Fall verlangt werden. Dies nur als Tipp an alle, die noch nicht gehandelt haben. Nach den neuen Enthüllungen von heise und golem sieht es ohnehin nach einer gigantischen Betrugsmasche aus.

  10. sebastian sagt:

    Chip hat hier mal gut und weitreichend recherchiert:
    http://www.chip.de/news/Redtube-Wurden-die-Opfer-in-die-Falle-gelockt_66033141.html

    Es wird vermutet, dass die Hintermänner schweizer Archive AG auch hinter itGuards stecken, von denen die angebliche Software stammen soll.

  11. Andrea sagt:

    Darüber hinaus – Herr Solmecke – sagt ihr Kollege Thomas Stadler aus München auf diesem Link:

    http://www.internet-law.de/2013/12/warum-die-streaming-abmahnungen-der-rechtsanwaelte-uc-unwirksam-sind.html

    dass diese Abmahnungen unwirksam sind!

    —————————————————————————–

    In technischer Hinsicht ist nicht nachvollziehbar, dass man mittels einer externen Trackingsoftware die Zugriffe auf einen fremden Webserver protkollieren kann. Auch die Annahme einer offensichtlichen Rechtsverletzung ist angesichts der juristischen Unklarheiten eher gewagt.

    Die Abmahnungen der Kollegen von U&C leiden aber, ungeachtet der generellen juristischen Bedenken und der berechtigten Frage nach der Herkunft der IP-Adressen der abgemahnten Nutzer, an ganz schnöden handwerklichen Mängeln. Die Abmahnung beachtet nämlich die Vorgabe von § 97a Abs. 2 S. 1 Nr. 4 UrhG nicht ausreichend. Denn es wird in der Abmahnung nicht angegeben, dass die von U&C vorgeschlagene Unterlassungsverpflichtung über die abgemahnte Rechtsverletzung hinausgeht. Die Abmahnung ist alleine deshalb nach § 97 a Abs. 2 S. 2 UrhG unwirksam.

    Betroffene könnten nach der Neuregelung des § 97a Abs. 4 UrhG jetzt ihre Anwaltskosten für die Abwehr dieser unwirksamen Abmahnung grundsätzlich bei der Fa. Archive AG geltend machen. Eine Klage in der Schweiz wegen eines derart niedrigen Forderungsbetrags ist allerdings wirtschaftlich nicht sinnvoll.
    ——————————————————————————-

    Von daher: hier riecht es immer mehr nach Betrugsmasche! Warnen Sie ihre Klienten und stellen Sie Strafanzeige gegen diese Betrüger!!

    Grüße
    Andrea aus Unterfranken

  12. Scrutinizer sagt:

    Nein, ich bin nicht betroffenen von der aktuellen Abmahnwelle.

    Ich finde dieses Thema jedoch sehr spannend und hätte daher 2 Fragen an Herrn Solmecke – wenn er mal Zeit hat hier rein zuschauen.

    1. Man findet unter Terms of Service und weiter Rights to the Content on the Service einige Klauseln die mich stutzig gemacht haben.
    So wie ich es verstanden habe, der Rechte Eigentümer „The Archive AG” hat den oder die Filme selbst bei Redtube zur Verfügung gestellt. Verlor der Eigentümer damit laut „Terms of Service“ und „Rights to the Content“ nicht sämtliche Rechte bis auf das Eigentum?

    2. Sollte der oder die Filme dort Illegal hochgeladen sein und von dem Eigentümer dort entdeckt sein, ist der Eigentümer nicht verpflichtet durch Schadensbegrenzungsgebot den DMCA Button anzuklicken und die Entfernung zu verlangen. Sogar Copyright steht als Reason auf der ersten Stelle. Hat „The Archive AG“ das getan? Oder handelte „The Archive AG“ fahrlässig oder handelte sogar absichtlich nicht?

    In einem IT(glaube ich) Blog habe ich gelesen, dass es keine legale Möglichkeit die IP-Nr. zu ermitteln gibt. Die bekannten Methoden sind Hacker Methoden und daher illegal und unterliegen in den USA einer Strafe von bis zu 30 J Haft.

    Redetube soll inzwischen eine „aggressive“ Anwaltskanzlei in den USA beauftragt haben um gegen U+C und Co vorzugehen oder zu Klagen.
    Gibt es dazu irgendwelche Erkenntnisse?

  13. Thorsten sagt:

    Guten Abend Herr Solmecke,

    danke, für die aufschlussreiche Zusammenfassung.

    „Angesichts der hohen Zahl der Abgemahnten, würde auf die Staatsanwaltschaft eine hohe Arbeitsbelastung zukommen, die im Ergebnis vermutlich zu einer Einstellung der Verfahren führen würde. Es reicht, wenn der Fall einmal zur Strafanzeige gebracht wird. Die Chancen stehen dann gut, dass sich die Staatsanwaltschaft mit dem Fall ausgiebig auseinandersetzt.“

    Aha.. Das hört sich wie so vieles für mich in den letzten Tagen eher unverständlich an..

    Je mehr mich also anzeigen, weil ich eine Straftat begangen haben könnte, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich damit durchkomme, bzw. daß die Staatsanwaltschaft kein Interesse an mir hat?

    Na dann, Gute Nacht.

  14. Andrea sagt:

    Meine weitere Recherche im Internet zeigt, dass noch wesentlich mehr Anwaltskanzleien von Hilfesuchenden angelaufen werden. Darunter die Kanzlei der RAin Lachenmann:

    http://kanzlei-lachenmann.de/die-streaming-abmahnungen-durch-uc-erneute-unserioese-abzocke-keine-abgabe-einer-unterlassungserklaerung/#comment-5705

    Von daher sehe ich es eigentlich als den besten Zeitpunkt an, wenn Sie – Herr Solmecke – sich mit dieser Rechtsanwältin und mit dem Rechtsanwalt Thomas Stadler aus München zusammentun und gemeinsam gegen diese Kanzlei Daniel Sebastian und U+C vorgehen sowie gegen diese Abmahnpraktiken.

    Ich denke, dass sich gemeinsam mehr erreichen lässt als alleine.

    Grüße
    Andrea Köth aus Unterfranken

  15. Martin Wantke sagt:

    Bei der IP-Ermittlung sind die Rechteinhaber dreist vorgegangen. Sie selbst haben die Nutzer über ein Redirect-Dienst auf redtube geleitet:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Porno-Abmahnungen-Indizienkette-zur-IP-Adressen-Ermittlung-verdichtet-sich-2065879.html

  16. ICE sagt:

    Laut unterschiedlicher Quellen im Internet speichert Vodafone die IP Adressen nicht. Laut einen Gerichtsurteil des OLG Düsseldorf vom Frühjahr 2013 dürfen die das auch. Die anderen Provider speichern muntrer weiter und zwar zwischen 7 (Telekom) und 2 Tagen.

    Einfache Rechnung: keine IP Adresse = keine Abmahnung möglich.

    Würden das alle Provider so machen wäre schnell Schluß mit diesen Wahnsinn und U+C das Wasser abgegraben.

    Oder kennt jemand einen Fall in den ein Vodafone Kunde abgemahnt wurde ?

  17. NAS sagt:

    Guten tag

    1
    LG München I: Ein Pornofilm unterliegt nicht dem Urheberrechtsschutz eines Filmwerks gemäß § 94 UrhG / “Primitive Darstellung sexueller Vorgänge”

    http://www.damm-legal.de/lg-muenchen-i-ein-pornofilm-unterliegt-nicht-dem-urheberrechtsschutz-eines-filmwerks-gemaess-94-urhg-primitive-darstellung-sexueller-vorgaenge

    also wen das in dem redporn usw fall so sein sollte
    was das LG München sagt DAN KÖNNEN DIE ABZOCKER EINPACKEN

    2

    sehr interessant:

    http://www.the-archive.ch/#!c_services/c1ger

    Die Daten werden vollständig dokumentiert und dienen zur Auswertung der Urheberrechtsverstöße zur späteren Verfolgung der sich schuldig gemachten Nutzer.

    Prävention & Konzeption WAS DAS STEHT SEHR NAH JA

    WEIL DAS BEDEUTET doch EINDEUTIG DIE NUTZER SOLLEN BETRAFT WERDEN
    eine frechheit

    WEIL DAN KÖNNTE JEDER SCHEISS BETRÜGER SEINE FILME, DATEIN AUCH IN YOUTUBE; USW HINNEIN STELLEN
    UND WENN JEMAND AUF DIE SEITE GEHT ( MIT ABSICHT ODER AUSVERSEHEN) KÖNNTE ER DIESE NUTZER SOFORT ABGEMAHNT UND SOMIT AN DIE ECHTEN ADRESSEN DER ( ANGeBLICHEN RAUPKOIERER) zu KOMMEN UM SIE DOPPELT UND DREIFACH ABZOCKEN zu können (sehe unten )

    3 DAS ERINNERT MICH GANZ DOLL AN DIE ABZOCKVERSUCHE
    Die Gebrüder Schmidtlein

    ODER opendownload.de
    ODER DIE SEITEN WO MAN GANZ BILLIG SACHEN KAUFEN KANN, ABER NICHTS ANKOMMT ( b2b marktplatz abzocke)

    NORMAL DER NUTZER IST NIEMALS SCHULD WAS DER HOCHLADER, BETREIBER, RECHTE ANBIETER REINSTELLT wie den auch

    außer man gehst auch seiten wo eindeutig ilegale sachen angeboten werden
    wie Christian Solmecke schon im Film gesagt hat

    • Stimmt, ein Porno ist ggfs nicht kreativ genug, um Urheberrechtsschutz zu erlangen. Sobald das Werk allerdings einmal auf DVD gepresst und vertrieben worden ist, kommt es darauf nicht an. Dann entstehen Leistungsschutzrechte zugunsten des Produzenten und der kann dass selbst vorgehen.

  18. NAS sagt:

    nachtrag sorry wenn es doppelt ist

    wenn es stimmt

    Fall, in dem der Provider Telefonica tausende Adressen mit einer falschen Zeitzone ermittelt hatte,sodass zahlreiche Betroffene zu Unrecht abgemahnt wurden usw Die Kanzlei U+C habe jedoch daraufhin nicht die Abmahnschreiben zurückgezogen.

    ist auch nee frechheit das der weiter gemacht hat nach dem motto mir egal könnt mich alle mal am arsc…..
    es kommen immer mehr Betrügerein raus

    die nutzer könnten alle Strafanzeige stellen
    und sollten das auch wegen betrug und abzogen
    egal wie lange das her ist oder gibt es eine frist ( ablauf nach dem na ihm nichts mehr anhaben kann)???

    ihre seite und die Filme von ihnen sind sehr intressant machen so weiter so

  19. Michael sagt:

    Angenommen, und vieles deutet darauf hin, das Ganze entpuppt sich als Betrug (gerade die Nutzerstatistik zu den fraglichen Filmen ist für mich ein eindeutiger Beweis), so frage ich mich, wie schon so oft in der jüngsten Vergangenheit:

    Wann wird den Leuten (und ich meine jetzt solche mit bösen Absichten) eigentlich die Macht des Internets bewußt? Es gibt immer Personen, die dankenswerterweise die Zeit aufbringen – gepaart mit dem Wissen, wie man an die entsprechende Infos kommt – um Dinge aufzudecken, von denen manche gar nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt. Es wird geleakt und recherchiert, es werden logische Rückschlüsse gezogen und keine 2 Wochen später stellen sich die Streaming-Abmahnungen in einem sehr dubiosen Licht dar.

    Warum lernen die Leute nicht aus der Vergangenheit? Wie lange hat es gedauert, bis der frühere Verteidigungsminister Guttenberg sein Plagiat nicht mehr verhehlen konnte und seinen Hut nehmen musste? Das waren auch ungefähr 2 Wochen. Die Geschichte wiederholt sich. Es genügt halt nicht, das Medium Internet soweit zu verstehen, dass man in der Lage ist, emails zu schreiben oder auf Browser Buttons herumzudrücken. Hier ist, neben einem gewissen Maß an Technikverständnis, insbesondere Bewußtseinswerdung angebracht. Zum einen das Bewußtsein, dass das Internet einen hohen Grad an Transparenz besitzt, und zum anderen, dass innerhalb kürzester Zeit eine enorme Zahl an Leuten mobilisiert werden kann, die diese Transparenz und ihr Know-How nutzen und blitzschnell unvermutete Dinge ans Tageslicht befördern. Das war Guttenberg offenbar nicht klar, und – immer wieder vorausgesetzt, es handelt sich bei den Streaming-Abmahnungen um Betrug – den Herren U+C et al. wohl auch nicht.

    Halloooo, Aufwachen!!!

    😉

  20. Deafmobil sagt:

    Es wurde betrügische Masche betrieben. Klickt man gewünschten Video wird zu retdube umgeleitet anstatt redtube zu landen. Das ist die grösste Betrug und Missbrauch in der Geschichte.

  21. NAS sagt:

    könnte es das die selber person sein könnte die auch in porn abmahnung drin steht wenn ja das ist es die nächte abmahnwele in sicht

    weil da stand bis ca 1 tag nach beginn der abzocke auch nee porno film drin
    vieleicht sind auch noch andere nahmen in youtube zu finden

    https://www.youtube.com/channel/UCFvFnbnFs_aVYneLK4Yz3YQ/about

    ich hoffe mal nicht dan haben sie nur noch mit porn abmanungen zu tun

  22. Auf Youtube gibts übrigens nen Mittschnitt von der Piraten Expertendiskussion zu dem Thema. Siehe:

    https://www.youtube.com/watch?v=Qp5MtSJFXUQ

  23. NAS sagt:

    15. Dezember 2013 um 11:47
    zum kotzen ist das

    hoffe die anderen seiten machen auch massen klagen den penner und ist der arsch weg

    http://www.focus.de/digital/internet/redtube-nur-testballon-abmahn-kanzlei-nimmt-porno-streaming-nutzer-ins-visier_id_3482355.html

    Abmahn-Kanzlei droht: “Redtube war ein Testballon”

  24. Stefan sagt:

    Was ich nicht verstehe: würde das heißen dass alle Abgemahnten „nur“ 250€ zahlen müssen? Die ham doch bestimmt nicht nur diese Filme angesehen?

  25. Peter sagt:

    Herr Solmecke,
    von wann bis wann genau wurde denn Redtube überwacht ?

  26. Mandingo sagt:

    Ich finde Porno-Abmahnungen gut. Sehr gut sogar. Je mehr Pornogucker abgemahnt werden, desto weniger Pornos sind hoffentlich bald im Netz. Man kann ja wohl nicht ernsthaft dafür sein, dass dieser Dreck im Internet für Erwachsene und Kinder gleichermaßen frei zugänglich sein muss??? Wer denkt eigentlich mal an die durch das Internet inzwischen völlig verhunzten Kinder, die nun schon mit 12 anfangen, sich als Gang Banger und Vergewaltiger zu profilieren???

    • NAS sagt:

      Ich finde Porno-Abmahnungen gut. Sehr gut sogar. Je mehr Pornogucker abgemahnt werden, desto weniger Pornos sind hoffentlich bald im Netz.

      Man kann ja wohl nicht ernsthaft dafür sein, dass dieser Dreck im Internet für Erwachsene und Kinder gleichermaßen frei zugänglich sein muss???

      es gibt andere mittel

      1 ICH FINDE ES NICHT GUT DAS die NUTZER ILEGAL ABGEZOCKT WERDEN NUR WEIL GELDGEILE ARSCHL… DEN RACHEN NICHT VOL BEKOMMEN FÜR WIRKLICH DEN ALLER LETZTEN MÜLL DEN ES GIBT

      weil dann klagen die ja auch bald AUF youtube
      usw und sagst du da auch ICH FINDE ES GUT sicherlich nicht oder ????

      2

      Man kann ja wohl nicht ernsthaft dafür sein usw,

      nein die betreiber sind schuld weil die müßten besseren schutz bieten aber da sie in den USA usw sind
      sagen die nur das ist uns egal fack you BRD
      und selbst wenn die nee alters sperre einbauen ist die nutzlos weil DIE jedes kind umgehen kann
      außer wenn man per E personalausweis sich anmelden muss aber da gibt es auch sicherlich möglichkeiten

      so wie bei youtube usw auch AB 18!! TROTZDEM SIND KINDER ON DIE NICHT DA SEIN DÜRFTEN

      und auch die eltern usw müßen mehr drauf achten das die kinder nicht sowas sehen oder besser das die wirksamme sperren einbauen ( jugenschutz software usw) wenn nicht sind die eltern usw auch schuld

      und auch die kinder sind schuld wenn sie sich ilegaler weise anleitungen auf youtube suchen um die sperren zu umgehen gibt es alle und die haben echt hohe nutzer zahlen leider

      so lange sowas gibt kann man nichts machen außer kinder das inet verbieten oder kein pc usw erlauben

  27. Peter sagt:

    Von wann bis wann genau wurde denn Redtube überwacht ?

  28. Stefan sagt:

    Herr Solmecke,
    Die Betroffenen werden bestimmt nicht nur diese Filme angeschaut haben. Werden sie dann für jeden anderen Film abgemahnt oder wie?
    Bitte um Antwort!

  29. Christopher sagt:

    Lieber Herr Solmecke,

    ist schon einmal überprüft worden, ob die abgemahnten fünf Filme überhaupt existieren? In den entsprechenden Datenbanken (z.B imdb.com) findet sich kein einziger Film dieses Namens aus dem Erotikbereich.

    Wenn meine Vermutung zutrifft und hier etwas abgemahnt wurde, das gar nicht existiert, ist der Tatbestand des Betrugs wohl endgültig erfüllt.

    • Zumindest liegen mir die Filmcover vor…

      • Christopher sagt:

        Tja, dann sind diese Filmchen aber anscheinend seeehr schwer zu finden. Aber ich kenne mich mit der Materie auch nicht besonders aus.

        Trotzdem vielen Dank für ihre Antwort

      • meier sagt:

        die kann man auch erstellen die Filmcover ohne inhalt oder sind ganz andere filme drin
        oder die sind so schlecht das die nicht zu schützen lohnt

        sage ton und bild nah ja wie das vom LG München 1 stand

        und könnten die deppen auch in youtube die sachen reinstellen weil vom nahme amanda …. stehen da drin

        weil das macht mich fertig seit dem ersten tag weil sorry hasse alles was schlamig arbeitet anwälte, gerichte usw kann jedes mal ausflipen

        sie aber nicht sie sind einer der guten machen sie so weiter

      • sebastian sagt:

        Gibt es irgendwelche Hinweise, ob die Abmahner überhaupt wirklich die nötigen Rechte haben, um überhaupt diese Titel abmahnen zu dürfen?
        Vielfach war es ja der Fall, dass Werke abgemahnt wurden, aber wenn es dann mal wirklich vor Gericht ging, zB weil der Abgemahnte klagte, man derartige Rechte nicht vorweisen konnte.

  30. ALB sagt:

    Guten Tag,

    ich versteh grad etwas nicht. Nur das LG Köln soll Anträge genehmigt haben.
    Welche andere Provider sollten noch betroffen sein?
    LG Köln ist zuständigt für –> Telekom

    für welche andere Provider ist LG Köln zuständig?

    zum Bsp O2/Telefonica sollte dementsprechend nicht betroffen sein –> da LG München zuständig ist.

    Oder haben „auch“ andere LG Anträge genehmigt?

    Darüber hinaus bin ich „begeistert“ (ironisch) wie schnell LG (bei max. 7Tagen IP-Speicherung) Anträge bearbeiten können (Antrag bekommen, Richterwahl, Bearbeitung, Rückfragen oder Gutachter… usw). Würden alle Behörden so schnell arbeiten 😉

    • meier sagt:

      das problem ist wenn du wie mal im inet steht jeden tag 8 stunden nur das selbe lesen würdest würdest du auch sagen bald ach ja ist immer das selbe ok alles ok deswegen

      🙂 🙂

      • ALB sagt:

        Ist keine Ausrede. Es waren ja pro Antrag mehrere hunderte Anfragen. Jeder Mensch auf dieser Welt (auch Richter 🙂 ) hätte d. Ausmaß erahnen müssen.

    • sebastian sagt:

      Da beim LG Köln 13 Kammern mit diesen Anträgen beschäftigt waren, werden es bei anderen Gerichten auch mehrere Kammern sein. Dass hier mal der ein oder andere Richter sich täuschen gelassen oder nicht richtig hingeschaut hat, ist wohl nicht auszuschliessen…
      Allerdings kann man sicher sein, die Anträge die jetzt eingehen, werden sicherlich nicht mal eben so durchgewunken.

      • ALB sagt:

        ..dann halten grad andere LG die Füße still. Wenn dies so wäre, könnten diese LG in die Offensive gehen oder vorab Stellung nehmen… aber keiner lässt gerne die Hose runter, lieber Nachhinein eine Pressemitteilung veröffentlichen.

  31. Nico sagt:

    Offenbar war die Weitergabe der IP Adressen durch die Schweizer Firma „the-Archive-AG“ illegal und verstiess gegen Schweizer Recht. Wie das Schweiz Magazin recherchieren konnte, gab es 2010 einen ähnlichen Fall bei dem das höchste Gericht der Schweiz entschieden hat, dass es untersagt ist Aufgaben an sich zu ziehen, die klar dem Rechtsstaat obliegen. D.h. die Beschaffung und Weitergabe von IP Adressen verstösst gegen das Gesetz und ist somit strafbar.
    Weiterlesen hier: http://www.schweizmagazin.ch/digital/internet/17573-Redtube-Skandal-Weitergabe-der-Adressen-offenbar-illegal.html

    • Nico sagt:

      Offenbar war die Weitergabe der IP Adressen durch die Schweizer Firma „the-Archive-AG“ illegal und verstiess gegen Schweizer Recht. Wie das Schweiz Magazin recherchieren konnte, gab es 2010 einen ähnlichen Fall bei dem das höchste Gericht der Schweiz entschieden hat, dass es untersagt ist Aufgaben an sich zu ziehen, die klar dem Rechtsstaat obliegen. D.h. die Beschaffung und Weitergabe von IP Adressen verstösst gegen das Gesetz und ist somit strafbar.

      Im Auftrag von Urheberrechtsinhabern sammelte die Firma Logistep in Peer to Peer Netzwerken IP-Adressen von Usern, die angeblich illegal urheberrechtsgeschützte Inhalte (Musik- oder Videodateien) zum Tausch anboten. Mit diesen IP-Adressen stiessen die Rechteinhaber Strafverfahren an, um mittels der dann gewährten Akteneinsicht Name und Adresse der betroffenen User zu erhalten und diese zivilrechtlich auf Schadenersatz zu verklagen.

      Laut dem damals ergangenem Urteil des Bundesgerichts in Lausanne sind IP-Adressen eindeutig Personendaten, womit sie unter das Datenschutzgesetz fallen. Weiter erachtete es das höchste Gericht in einer Mehrheitsentscheidung als unzulässig, wenn private Unternehmen heimlich IP-Adressen ausforschen. Dafür, so der Bundesgerichtsentscheid von 2010, fehle ein ausreichender Rechtfertigungsgrund. Die Firma Logistep AG durfte keine Daten mehr sammeln und weitergeben, d.h. sie musste jede Datenbearbeitung im Bereich des Urheberrechts einstellen. Mit dem Entscheid hatte das Bundesgericht eine klare Grenze gesetzt gegen die willkürliche Ausforschung der Privatsphäre im Internet.

      Sollte es hier keine gesetzlichen Änderungen seit 2010 gegeben haben, so hat die „Archive AG“ gegen Schweizer Recht verstossen und der deutsche Anwalt Thomas Urmann, sowie die beiden Gesellschafter der Firma, die deutschen Staatsangehörigen Ralf Reichert und Wiik Philipp, haben sich mutmasslich strafbar gemacht und müssen wohl in der Schweiz mit einem Gerichtsverfahren rechnen. Hohe Schadensersatzforderungen von betroffenen Usern, vorausgesetzt sie sind in der Schweiz ansässig, sind nicht mehr ausgeschlossen und haben gute Chancen. Ebenso ist es nicht unwahrscheinlich, dass hier gegen die Ausspäher hohe Bussen im sechstelligen Bereich ausgesprochen werden könnten. Die Gerichte werden auch feststellen wollen, ob es sich vielleicht sogar um bandenmässige oder organisierte Kriminalität handelt.

      Für Deutschland sieht dies allerdings etwas anders aus. Beweismittel gelten auch, wenn sie auf kriminelle Weise beschafft werden, wie man anhand der gestohlenen Bankdaten von Steuerflüchtlingen sehen konnte.

  32. Peter sagt:

    Welches Landgericht ist denn für Unitymedia zuständig ( Köln ?) und glauben sie, dass die Abmahner wirklich weitermachen werden ? Wie soll dem Ganzen denn überhaupt ein Ende bereitet werden ?

  33. […] Ich bin auch der festen Überzeugung, dass das ganze nur deswegen probiert wurde, da es sich um Schmuddelkram handelt. Da werden bestimmt schon 1000e bezahlt haben, bevor das ganze überhaupt öffentlich geworden ist – eben um die Öffentlichkeit zu meiden und man will ja nicht mit so einem Kram in Verbindung gebracht werden. Und da kann man wohl eine Menge Geld machen… […]

  34. Perak sagt:

    Herr Solmecke,

    generell erfolgte bis jetzt der „Beweis“ über die IP-Nr.
    Das schien bis jetzt auch ausreichend gewesen zu sein und man nahm an, dass eine Kopie erstellt wurde.

    Nun habe ich soeben unter Win 7 folgende Untersuchung durchgeführt:

    – Browser Cache auf 10 MB reduziert
    – Flash Player Cache auf 0 MB gestellt
    – bei Redtube ein „Filmchen“ mit einer Größe von 100 MB ausgewählt.

    Läuft! Ich habe nach ca. 25% des Streams die beiden Cache Verzeichnisgrößen überprüft, die eingestellten Werte stimmen.

    Damit kann vom Erstellen einer Kopie keine Rede sein.Beim besten Willen, eine ohnehin stark komprimierte .flv-Datei lässt sich nicht noch ein mal von 100 auf 10 MB quetschen.

    Wenn da also im Cache etwas entsteht, dann ist das keine Kopie sensu stricte, sondern höchstens Datenfetzen.

    Ist es damit nicht notwendig das Erstellen einer Kopie nachzuweisen, da die IP-Nr. weist lediglich den Besuch der Seite und den Request des Streams nach?

    MfG

  35. maik sagt:

    da müssen die netten Herren aufpassen, dass sie in der realen Welt nicht einen auf dem Sack bekommen.
    Dessen Adressen sind für jeden Leien im Netzt zu finden und das ohne eine IP-Ermittlung.

    Ich hoffe die Herren können noch ruhig schlafen?

  36. Michael sagt:

    Sehr geehrter Herr Solmecke,

    Nach nunmehr fast 2 Wochen und den zwischenzeitlichen Enthüllungen:

    Was raten Sie den Abgemahnten, wie sie sich nun verhalten sollen?

  37. Olli sagt:

    Hallo,

    ist denn die „erste“ Abmahnwelle den vorbei oder haben heute noch welche eine bekommen.

    Gruß
    Olli

  38. maik sagt:

    da steckt bestimmt Alice Schwarzer dahinter 😉

  39. Tom sagt:

    Wenn die Mandatsverträge zwischen U+C und PV ggf. Illegal sind, ist natürlich die frage wie sieht es mit Verträgen anderer Kanzleien die für PV arbeiten aus?????

  40. Manuel sagt:

    Hallo Herr Solmecke, zunächst ein großes Lob für Ihre Arbeit, Sie geben den tausenden Abgemahnten Mut !

    Hier habe ich auch einen interessanten Beitrag gefunden:

    http://blog.kowabit.de/weitere-pornoportale-fuer-abmahnung-identifiziert

    Mit besten Grüßen.

  41. Tom sagt:

    Wie schaut es eigentlich aus, wenn die Verträge von U+C mit PV ggf. illegal sind?
    Da PV ja mit einigen anderen Kanzleien arbeitet. Ich denke die Verträge werden da gleich sein oder?
    MfG

  42. Charlotte sagt:

    Ich hätte eine Frage zur potentiellen Strafbarkeit von U+C im Falle einer weiteren Abmahnwelle.
    Mehrere Medien berichten inzwischen von einer Vielzahl an Indizien, die dafür sprechen, dass zumindest ein Teil der Betroffenen ohne ihr Wissen und Zutun gezielt über andere Seiten auf die entsprechenden Filmseiten gelenkt wurden. Sollte dies der Fall sein, sind die entsprechenden Abmahnungen schon aus diesem Grund nicht rechtmäßig und es liegt zudem ein Betrug der Archive AG vor. Es ist davon auszugehen, dass U+C vor der Absendung der ersten Abmahnungen hiervon keine positive Kenntnis hatten, so dass eine Strafbarkeit aus diesen Grunde wohl ausscheidet.
    Wie sähe es nun aber bei einer weiteren Abmahnwelle aus? Inzwischen hat die Kanzlei durch die Medienberichte positive Kenntnis davon, dass entsprechende Abmahnungen – unabhängig von der Beantwortung der rechtlichen Fragen im juristischen Graubereich – schon aus den genannten Gründen rechtswidrig sein könnten. Läge bei Absendung weiterer Abmahnungen nicht zumindest ein Eventualvorsatz von U+C hinsichtlich eines Betruges vor?

  43. Jens sagt:

    Hallo Herr Solmecke,
    zu erst einen mal vielen herzlichen Dank, das Sie und Sie gut informieren und uns auch auf den laufenden zu zweien

    Ich als Normaler Internetnutzer habe da mal ein paar Fragen zu diesem Thema interessieren, und es wäre super, wenn auch Antwort kommen soll.

    Wie gesagt Wie gesagt bin einfacher User ohne große EDV Kenntnisse oder großem Sachverhalt, wahrscheinlich sind meine Fragen oder falsch, aber mich interessiert das halt, weil ich mir die letzten Tage echt viel darüber nachdenken musste. Und nein, ich bin bis jetzt noch kein Abmahnopfer geworden, was nicht heizt, das es noch passieren wird…

    – Begehe ich nicht sofort eine Uhrheberrechtsverletzung wenn ich im Internet irgendeine Seite öffne.? ES werden immer irgendwelche Daten abgespeichert Bilder im Gif Format etc.
    – Wenn ich auf irgendeiner Seite Bilder ansehe, werde meistens die Bilder oder als kleines abgelegt. Dann wäre ja auch das speichern eines Bildes eine Art Streaming oder Download
    – Wenn ich jetzt z.B. ein Bild von einer Person abspeichere, ist das nicht auch schon eine Verletzung? Z.B. Bild einer bekannten Person, weil soweit ich weis, das das Bild, auf dem die Person ist, das Bild gehört. Dann gehe ich ja gleich mehrere Verletzungen. Urheberrecht und das Persönlichkeitsrecht, den rein theoretisch könnte sich ja die abgelichtete Person dagegen wehren, oder?

    – Ist dann nicht das ganze Internet eine Art Uhrheberrechtsverletzung? Weil die ganzen Daten gehören ja irgendwelchen Leuten, und wie schon gesagt, Teile einer Internetseitte sind immer irgendwo abgespeichert. Alleine beim Aufrufen dieser Seite sind schon zig Daten und Bilder auf meinem Rechner gespeichert. Also begehe ich auch eine Verletzung, oder??

    – Und außerdem lassen sich jegliche Art von Filmen auf fast jeder Internetseite auf den Computer Speicher. Es gibt Toolbars, die das ermöglichen, oder man wartet den Stream ab, solange er nicht komplett abgelaufen ist, und schon hat man ihn auf der Platte. Aber ich dachte, alleine das runterladen ist nicht strafbar, sondern erst das verteilen, also der Upload in eine Tauschböre oder so ist illegal bzw. verboten

    Tja, es wird sehr spannend werden, also dürfte es Ihnen in Zukunft noch viel diesbezüglich zu tun geben und nicht langweilig werden… Ich frage mich weit es noch gehen wird, bis so Abzockbereite Abmahnanwälte das kompletter Internet als Illegal bezeichnet und jeder Aufruf irgendeine Seite vom Abzocken freigeworden ist. Ich finde das eine sehr schlimme & alarmierende Entwicklung ist. Diese „Abmahnanwälte“ interessieren doch nicht wirklich für die Rechte, die Arbeiten doch dauernd dran, wie man das Volk abzocken und leerräumen kann. So wird das Internet von Geldgierigen Rechtsanwälten und anderen Gruppierungen die da hinter stehen, nur um Geld machen, das Internet lahm legen werden. Wer weis, was da noch auf uns alles zukommen wird

    Vielen DAnk

  44. londo sagt:

    Was ist von dem Kostenloses Antwortschreiben an U+C von
    der Anwaltskanzlei Hild & Kollegen zu halten?

    https://www.facebook.com/kanzlei.biz/app_151503908244383

  45. CE sagt:

    Mich interessiert in diesem Krimi auch, welche Rolle hier die Regensburger Staatsanwaltschaft spielt, über deren Tisch ja alles läuft. Ich kann deren Verhalten als Laie nicht nachvollziehen.

    Vorausgesetzt, dass Urmann tatsächlich im interview in Siegerlaune posaunt haben soll „Sollen sie doch klagen, bisher sind alle Strafanzeigen gegen mich eingestellt worden“ und dies tatsächlich nun anscheinend auch genau so geschieht, komme ich ins Grübeln. Was gibt Urmann diese Sicherheit und warum hat ein Hamburger Anwalt seinen Geschäftssitz so weit weg und ausgerechnet in Regensburg? Oder sehe ich jetzt überall Gespenster?

  46. Gerd sagt:

    Was ich nicht verstehe ist warum die juristischen Verbände wie z.B. die Anwaltskammern nicht gegen solche Rechtsanwälte die m.E. am äussersten Rand des Rechts agieren nicht vorgehen. Was hier passiert ist doch, dass durch solche Vorgänge ein ganzer Berufsstand in Misskredit gebracht wird – ganz genauso wie das heute schon bei Bankern ist.
    Ich habe beruflich viel mit äusserst kompetenten und seriösen Juristen zu tun von denen ich mir nie vorstellen könnte, das die sich auf solche unethische, schmuddelige Verfahren einlassen würden. Schnelles Geld auf solch äusserst fragwürdige Art zu verdienen: Hat sich da das Jurastudium wirklich gelohnt?

  47. Anonymer sagt:

    Hat man doch gewusst, dass der ehemalige Eigentümer von RedTube vor 3 Monaten seine Webseite an ehemalige Manager seines Unternehmens verkauft hatte. Der ehemalige Eigentümer von Redtube sitzt im Übrigen in Kanada im Gefängnis wegen Steuerhinterziehung. Und ausgerechnet jetzt tauchen diese Abmahnungen auf? Das war kein Zufall! Hier wird Geld gemacht!
    Da werden kurz vor den Abmahnungen einige Firmen gegründet und mal eben einige Urheberrechte von Pornos hin und her verkauft bis die Geldeitreiberei beginnen kann. Das alles hat System und ist illegal und mit krimineller Energie erstellt worden.
    Die Archiv AG, die angeblich die Rechte der abgemahnten Pornos besitzen soll liegt nur 60 Kilometer von der Logistep AG in der Schweiz entfernt. Es würde mich nicht wundern, wenn man hier einige Zusammenhänge finden würde. Die Logistep AG verdient hunderte von Millionen Euro jährich mit Filsharing. Und man sollte auch mal da aufklären, wer die illegalen Daten bei Bittorrent.to dort ins Netz Netz stellt. Da fällt mit der Name Zachaie Joly Nkondo ein! Der ist PC Experte und schrieb das Schnüffelprogramm für die Logistep AG. Mich würde mal interessieren wer da eigentich bei Bittorrent.to das Sagen hat! ??

  48. Marcel sagt:

    Gibt es schon etwas neues zum Fall? Im Internet wird so viel Schindluder getrieben, das ist echt unglaublich.

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