Internetrecht

Phishing – Fake Mail der Schweizerischen Eidgenossenschaft stammt von Betrügern

Wer eine E-Mail von der „Schweizerischen Eidgenossenschaft“ erhält, sollte aufpassen. Dies gilt besonders, wenn von einer Steuererstattung die Rede ist. Ansonsten droht  schnell eine Phishing Attacke.

Phishing – Fake Mail der Schweizerischen Eidgenossenschaft ©-asrawolf-Fotolia

Als Absender dieser E-Mail steht die SCHWEIZERISCHE EIDGENOSSCHENSCHAFT angegeben. Damit das Ganze amtlicher wirkt, wird das Wappen der Schweiz angezeigt. In dem Betreff steht “Steuerrückerstattung zu erhalten” angegeben. Manchmal weicht der Text im Betreff auch etwas ab.

Wortlaut der Phishing Mail

Die Nachricht hat laut MIMIKAMA den folgenden Wortlaut:

„Nach den letzten jährlichen Berechnungen Ihrer steuerlichen Tätigkeit haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch auf eine Steuerrückerstattung zu erhalten 293.85 CHF.

Um Ihre Steuerrückerstattung zu erhalten, laden Sie bitte herunter und füllen Sie das Steuerrückerstattung-Formular, indem Sie den untenstehenden Link anklicken.

Reichen Sie bitte die Steuerrückerstattunganforderung ein und lassen Sie uns 2-5 Tage, um es zu verarbeiten.

Klicken Sie hier, um das Formular anzuwenden (LINK)

Eine Rückerstattung kann aus verschiedenen Gründen verzögert werden. Als Beispiel für die Einreichung ungültiger Datensätze oder Anwendung über die Frist.

Mit freundlichen Grüßen

Eidgenössische Steuerverwaltung

Hauptabteilung Mehrwertsteuer“

Wer auf den im Text befindlichen Link klickt, der bekommt ein Formular angezeigt. Er soll seine persönlichen Daten eintragen. Hierzu gehört auch die Nummer seiner Kreditkartennummer sowie sein Sicherheitscode.

Betrüger wollen ihr Konto plündern – Steuererstattung als Lockmittel

Hiervon sollten Sie unbedingt absehen. Denn dieses Formular stammt nicht von der schweizerischen Eidgenossenschaft, sondern vielmehr von Betrügern. Diese benötigen die Daten, um Ihr Konto leerzuräumen. Kriminelle praktizieren diese Phishing Masche mit einer Steuererstattung bereits seit einigen Jahren. Hierauf macht das Schweizer Bundesamt für Polizei fedpol aufmerksam.

Fazit:

Sie sollten bei solchen E-Mails auch dann stutzig werden, wenn diese angeblich von offiziellen Stellen wie dem Bundeszentralamt für Steuern, der Polizei oder auch Ihrer Bank stammen. Behörden würden Sie niemals zur Preisgabe Ihrer persönlichen Daten per E-Mail auffordern. Dies gilt erst Recht, wenn Sie hierzu einen Link betätigen sollen. Hier müssen Sie mit einer Phishing Attacke rechnen. Ferner sollten Sie hier keine Dateianhänge öffnen. Ansonsten haben Sie schnell einen Trojaner auf Ihrer Festplatte. (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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