Internetrecht

Newsportale fordern User zum Adblock-Verzicht auf

Mehrere Newsportale wie „Zeit Online“, „Spiegel Online“, FAZ.net forderten ihre User dazu auf, ihre Werbeblocker zu deaktivieren.  

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©-Sergej-Khackimullin-Fotolia

„Unsere 70 Redakteurinnen und Redakteure bieten Ihnen an 365 Tagen im Jahr vielfach preisgekrönten Online-Journalismus mit höchstem Anspruch (…). Wir bitten Sie deshalb, für Zeit Online eine Ausnahmeregel in Ihrem Adblocker einzurichten“, stand auf der Frontpage der Wochenzeitung. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ verkündete: „Faz.net finanziert sich durch Werbung. Viele Leser nutzen allerdings einen AdBlocker, da sie sich durch die massiven Werbeeinblendungen (Pop Ups etc.) anderer Internetportale belästigt fühlen. Auch wir stören uns daran und achten bei der Auswahl unserer Werbeformate stets darauf, dass diese weder die redaktionelle Qualität noch die Nutzung der Inhalte negativ beeinflussen.“
Adblocker sind Programme oder Programmzusätze zum Internetbrowser, mit denen sich das Anzeigen von Werbung unterdrücken lässt.  „Adblocker bedeuten für uns, dass wir für unsere Arbeit kein Geld bekommen. Wir bitten Sie deshalb, auf Adblocker zu verzichten oder für Spiegel Online eine Ausnahmeregel zuzulassen. Weil wir Ihnen auch in Zukunft Spiegel Online kostenlos anbieten wollen“, hieß es auf der Webseite von Spiegel Online. Adblock Plus ist der derzeit gängigste Werbeblocker, den knapp 45 Millionen User nutzen.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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