Internetrecht

Android-Apps sollen verbraucherfreundlicher werden

Google hat die Vorgaben für die Entwickler von Android-Apps überarbeitet. Werbeeinblendungen sollen nun stärker reglementiert werden. Dadurch will Google die Nutzung der App verbraucherfreundlicher gestalten.

Zukünftig werden keine Werbeinhalte mehr im Benachrichtigungsbereich angezeigt. Eine Ausnahme besteht allerdings für die Werbung der Fluggesellschaften.

Werbung muss klar identifizierbar sein

Bisher wurden die Verbraucher mit verwirrenden Werbungen konfrontiert. Nun müssen alle Werbebotschaften eindeutig einer App zugeordnet werden. Durch die Schließung einer Werbeanzeige darf der Nutzer einer App keine Nachteile erfahren. Ferner darf der User nicht mehr durch die App zur Herausgabe von personenbezogenen Daten gezwungen werden.

Keine Verknüpfungen für Android-Apps

Ohne Genehmigung des Nutzers dürfen die Android-Apps keine Verknüpfungen mehr auf dem Startbildschirm ablegen oder Lesezeichen im Browser hinzufügen. Eine Einwilligung ist nun auch für die Änderung der Systemeinstellungen notwendig. Schließlich muss der User  die Möglichkeit haben alle diese Aktionen ohne großen Aufwand wieder rückgängig zu machen.

30 Tage Frist

Die Programmierer müssen nun innerhalb von 30 Tagen ihre Apps auf die Konformität mit den neuen Play-Store-Richtlinien untersuchen. Sollte die App nach Ablauf dieser Zeit die Richtlinien nicht erfüllen, kann sie aus dem Play Store entfernt werden.

Kilian Kost ist seit 2009 Rechtsanwalt der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE mit Schwerpunkt im Internet- und Wettbewerbsrecht. Seit 2013 ist er zudem Fachanwalt für den gewerblichen Rechtsschutz.

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