Internetrecht

Neue Google AdWords-Richtlinien – was ändert sich?

Im September treten die neuen Google AdWords-Richtlinien in Kraft. Bereits vor mehreren Monaten hatte Google die Änderungen angekündigt. Dieser Artikel zeigt, auf welche Neuerungen sich AdWords-Kunden einstellen müssen.

 

Umstrukturierung der AdWords-Richtlinien

Bislang gab es im AdWords-Richtlinien-Center 7 verschiedene Richtlinien, die recht wenig aussagekräftige Titel wie „Nutzererfahrung“ oder „Akkurate Anzeigen“ trugen. Nunmehr wurden diese Richtlinien zusammengefasst und in 4 große Bereiche gegliedert: „unzulässige Inhalte“, „unzulässige Praktiken“, „eingeschränkt zulässige Inhalte“ und „redaktionelle und technische Anforderungen“.

Die einzelnen Bereiche werden kurz beschrieben, z.B. mit „Inhalte, die im Google-Werbenetzwerk nicht beworben werden dürfen“. Sie sind weiter untergliedert und verlinken auf Unterseiten, in denen die Regelungen näher umschrieben und konkrete Beispiele genannt werden. Die neue Struktur der Richtlinien erscheint somit wesentlich schlanker und übersichtlicher.

Zwecke der Richtlinien

Die neuen Richtlinien enthalten nunmehr auch Angaben dazu, welchen Zwecken die Bestimmungen der Richtlinien dienen. Zumeist wird sich der Zweck der Richtlinie aber schon von selbst verstehen. So heißt es beispielsweise unter „Missbrauch des Werbenetzwerks“: „Wir möchten, dass im Google-Werbenetzwerk geschaltete Anzeigen nützlich, vielfältig, relevant und sicher für die Nutzer sind. Deshalb ist Folgendes nicht zugelassen (…)“.

Auswirkungen der Richtlinien auf die Anzeigen

Laut Google enthalten die neuen Richtlinien „mehr Informationen zu den Auswirkungen der jeweiligen Richtlinie auf Ihre Anzeigen“. Was damit gemeint ist, ist nicht ganz klar. Möglicherweise bezieht sich dies auf die Konkretisierung der Richtlinien durch Beispiele.

Inhaltliche Änderungen?

Google erwähnt in der Mitteilung zur Änderung der Richtlinien nicht, ob sich die Richtlinien auch inhaltlich geändert haben. Auf den ersten Blick scheinen die Regelungen sich inhaltlich zu entsprechen. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass mit der Umstrukturierung der Richtlinien an einzelnen Stellen auch inhaltliche Änderungen einhergegangen sind.

Was müssen AdWords-Nutzer nun tun?

Eine Einwilligung der Nutzer in die neuen AGB ist nicht erforderlich. AGB können unter bestimmten Voraussetzungen vielmehr einseitig durch den Verwender geändert werden.

AdWords-Nutzer sollten sich dennoch mit den neuen Richtlinien vertraut machen. Insbesondere sollte geprüft werden, ob die Anzeigen auch den Anforderungen der neuen Richtlinien entsprechen. Daneben sollte natürlich immer sichergestellt werden, dass AdWords Anzeigen den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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