Internetrecht

Keine Städtenamen auf Facebook

Egal ob Berlin, München, Köln oder Düsseldorf – die bislang beliebten Facebook-Seiten deutscher Städte dürfen nicht mehr den reinen Eigennamen der jeweiligen Stadt tragen. Das Gleiche gilt für Regionen oder Länder. Begründung: Niemand könne eine Stadt oder ein Land für sich beanspruchen. Stattdessen solle es Stadtportale geben.

 facebook untersagt  Städtenamen auf Webseiten

Bildnachweis: Facebook Like Button / FindYourSearch / CC BY 2.0 /Some rights reserved

VisitMunich statt München

Zurzeit werden Seitenbetreiber per Mail informiert, dass sie innerhalb der nächsten drei Wochen den Namen der Seite ändern müssen – ansonsten wird die Seite gesperrt. Es gibt von Facebook zahlreiche Regelungen für Facebook-Internetadressen. So dürfen zum Beispiel bestimmte Sonderzeichen oder allgemeine Begriffe nicht verwendet werden. Beispiele für neue Facebook-Internetadressen für Städte wären München Touristik, StadtportalMünchen oder VisitMunich. Dass diese Namen wesentlich umständlicher und unattraktiver sind, ärgert Nutzer und Betreiber gleichermaßen.

 

Wer sich durch den Nutzungsbedingungen-Dschungel kämpft, sieht: Facebook „behält sich das Recht vor, Seiten aus beliebigen Grund abzulehnen oder zu entfernen“. Auch können „bei Seitennamen, die aus einem allgemeinen Begriff [… ]oder Städtenamen (z. B. Bremen) bestehen, die Administratorrechte zurückgezogen werden.“

 

Eigene Städteportale von Facebook?

Spekulationen besagen, dass Facebook mit den Städtenamen eigene Facebook-Seiten errichten will. Google hat unlängst damit begonnen, City-Portale einzurichten und mit Google Maps und Places zu verknüpfen. Facebook hat jedoch mitgeteilt, dass solche Pläne nicht bestünden.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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