Internetrecht

Großbritannien will gegen pornografische Webseiten im Internet vorgehen

Die britische Regierung will Internetsperren für Porno-Webseiten einführen. Hierzu sollen Provider eingespannt werden. Allerdings sollen nicht alle Internet-Nutzer davon betroffen sein.

Nach einem Bericht in mehreren Medien wie bei Golem sowie der TAZ sind der britischen Regierung die pornografischen Webseiten ein Dorn im Auge. Anlass dafür ist angeblich der Bericht einer in Großbritannien ansässigen Wohltätigkeitsorganisation mit dem Namen Mothers‘ Union. Demzufolge besteht angeblich aus Gründen des Jugendschutzes dringender Handlungsbedarf, weil die Kinder heutzutage viel mehr mit Sex und Konsum konfrontiert würden.

Aus diesem Grunde hatte sich die britische Regierung mit vier Providern darüber verständigt, dass sie diese Seiten blockieren. Allerdings wird die Netzblockade aufgehoben, soweit Bürger dies ausdrücklich wünschen. Hierzu müssen sie sich allerdings als Liebhaber von Sex-Seiten outen – was nicht jedermanns Sache ist.

Die Frage ist allerdings, ob dies verhältnismäßig ist. Bedenken bestehen dagegen auch deshalb, weil laut golem nur 4% aller großen Internetseiten pornografische Inhalten anbieten sollen.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. Werner v. Brehm sagt:

    4% ?
    Nicht eher 96% ?

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