Internetrecht

Geldfälscher positionieren sich im Darknet

Früher wurde Falschgeld vor allem durch vertrauensvollen und persönlichen Kontakt verkauft. Heutzutage werden Falschgeld und die zur Fälschung von Geld nötigen Hilfsmittel in immer stärkeren Ausmaß auch über das Darknet vertrieben.

 Geldfälscher positionieren sich im Darknet © Benjamin-Duda-Fotolia

Geldfälscher positionieren sich im Darknet © Benjamin-Duda-Fotolia

Bundeslagebild Falschgeldkriminalität

Das Bundeskriminalamt hat das Bundeslagebild Falschgeldkriminalität 2015 veröffentlicht. Deutlich wird, dass das Internet für Geldfälscher einen immer interessanteren Vertriebsweg darstellt. Die Mitarbeiter des BKA haben auf Vertriebsplattformen im Darknet sowohl qualitativ gut gefälschte Geldscheine finden können, als auch die Produkte und Werkzeuge, um Geld in professionellen Stil fälschen zu können.

Verbraucher werden häufig getäuscht

Das BKA teilt mit, dass im Jahr 2015 fast 112.000 gefälschte Euro-Scheine in Deutschland entdeckt wurden. Die Scheine hatten einen Wert von über 5 Millionen Euro. Im Jahr 2014 wurden lediglich knapp 70.000 gefälschte Banknoten entdeckt und aus dem Verkehr gezogen. Verbraucher erkennen häufig gar nicht, dass ein Geldschein gefälscht ist. Erkannt werden die Fälschungen meist erst von Banken.

50-Euro-Banknote am beliebtesten bei Fälschern

Der bekannte 50-Euro Schein ist am beliebtesten bei Fälschern und wird am häufigsten kopiert. Jede zweite entdeckte Blüte war 2015 ein 50-Euro Schein. Fast genauso beliebt ist noch der 20-Euro Schein. Geldscheine mit höherem Nennwert sind bei den Fälschern hingegen weniger beliebt.

Was mache ich mit Falschgeld?

Haben Sie Falschgeld identifiziert, sollten Sie umgehend die Polizei benachrichtigen. Geben Sie gefälschtes Geld unter keinen Umständen weiter. Die Weitergabe von Falschgeld im Zahlungsverkehr kann strafbar sein. Auch Banken können die Echtheit eines Geldscheines bei bestehenden Zweifeln klären.(NUK)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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