Internetrecht

FSK.online engagiert sich für Jugendmedienschutz im Internet

Bereits im letzten Monat hatte die Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) die Ausweitung des Jugendmedienschutz durch die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) auf das Internet anerkannt. Anfang dieser Woche wurde nun der förmliche Anerkennungsbescheid für FSK.online als Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle gemäß Jugendmedienschutz-Staatsvertrag überreicht.

Jugendschutzkonforme Gestaltung der Online-Angebote

Künftig unterstützt die Institution Webseiten-Anbieter bei der jugendschutzkonformen Gestaltung ihrer Online-Angebote. Filme mit der Freigabe „ab 18 Jahren“ dürfen beispielsweise erst ab 23 Uhr im Internet ausgestrahlt werden, es sei denn, sie sind durch einen altersbasierten Anmeldungsbereich geschützt.

Unternehmen können sich ab sofort der neuen Abteilung als Mitglied anschließen und erhalten durch die FSK.online effektive Jugendschutzberatung sowie besonderen Schutz vor Aufsichts- und Ordnungswidrigkeitsverfahren. Ein einmaliger Check von Webseiten wird von der FSK.online ebenso angeboten wie Beratungs- und Schulungsangebote. Zudem bietet die FSK.online auch den Service der Übernahme der Funktion des gesetzlich vorgeschriebenen Jugendschutzbeauftragten, so die Meldung der FSK. Bei Zahlung eines jährlichen Mitgliedbeitrags von 3000 Euro könne der Webseitenanbieter mit einem Gütesiegel auf seinem Online-Auftritt künftig auf die Mitgliedschaft hinweisen, so die Information des Branchendiensts heise.de.

Kompetenz der FSK auf Telemedien ausgeweitet

„Mit Blick auf die für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen wichtige Alterskennzeichnung soll es künftig keinen Unterschied machen, ob Filme offline oder online im Internet angeboten werden. Die Erweiterung des Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichs der FSK um den Online-Sektor hat zur Folge, dass die Bedeutung der FSK weiter zunehmen wird. Dies begrüße ich sowohl im Interesse des Landes und mehr noch im Interesse des Jugendschutzes“, so Staatsminister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei.

Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) sagte dazu „Die Selbstkontrolle übernimmt gerade im Online-Bereich des Jugendmedienschutzes eine wesentliche Verantwortung. […] Der Medienkonvergenz trägt eine konvergente Kontrolleinrichtung Rechnung. Im Interesse des Jugendmedienschutzes und gleichzeitig im Interesse der Stärkung des Medienstandortes RheinMain freue ich mich über die neue Aufgabe, der sich die FSK stellt.“

„Für das Kino und bei Video hat sich die Freiwillige Selbstkontrolle über Jahrzehnte bewährt, jetzt kann diese Kompetenz für Telemedienangebote ausgeweitet werden. FSK.online hilft Anbietern, sich im Internet rechtskonform zu verhalten,“ so Steffen Kuchenreuther, Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO e.V.), deren Tochterunternehmen die FSK ist.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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