Foto- und Bildrecht

Verwendung der Fotografie eines Buchcovers im Rahmen einer Buchrezension (ohne Zustimmung des Urhebers)

Vielen Bloggern stellt sich die Frage, ob sie ein selbst aufgenommenes Foto des Buchcovers des gerade gelesenen Buches veröffentlichen dürfen. Besonders interessant ist natürlich, ob dies auch ohne die Zustimmung des Urhebers rechtlich möglich ist.
Urheberrechtliche Relevanz

Zunächst muss die Frage geklärt werden, ob das Herstellen und Veröffentlichen eines solchen Fotos überhaupt von urheberrechtlicher Relevanz sein kann.

Dagegen könnte sprechen, dass man selbst auf den Auslöser drückt und ein Abbild erzeugt.

Das eigenhändige Anfertigen dieses Fotos ist jedoch eine Vervielfältigung des Werks gem. § 16 Abs.1 UrhG. Hierunter ist jede körperliche Festlegung eines Werkes zu verstehen, die geeignet ist, das Werk den menschlichen Sinnen auf irgendeine Weise mittelbar oder unmittelbar wahrnehmbar zu machen (BGH, GRUR 1991, 449/ 453).

Der Urheber hat somit das Recht darüber zu entscheiden, wer sein Werk bildlich Wiedergeben darf und wer nicht. Die Verwendung einer Abfotografie ohne die Zustimmung des Urhebers ist somit eine Urheberrechtsverletzung.

Wurde das Buch zuvor rechtmäßig erworben, könnte man noch an den Erschöpfungseinwand gem. § 17 Abs. 2 UrhG denken, um die Erstellung und Verwendung des Fotos zu rechtfertigen. Bei berechtigt in den Verkehr gebrachten Werken tritt der Urheberschutz hinter dem Interesse der Allgemeinheit an der Verkehrsfähigkeit des Werkes zurück (BGH, GRUR 1986, 736, 737f). Jedoch bezieht sich die Erschöpfung immer nur auf das Verbreitungsrecht, nicht auf das Vervielfältigungsrecht (BGH GRUG 2001, 51/ 53; BGH GRUR 2000, 699/ 701).

Somit bleibt es dabei, dass die Erstellung und anschließende Verwendung eines abfotografierten Buchcovers zunächst eine Urheberrechtsverletzung ist.

Erkenntnisse aus der Parfümflakon-Entscheidung (BGH I ZR 256/ 97)

Eine andere Einschätzung könnte sich möglicherweise aus der „Parfümflakon- Entscheidung“ des BGH ergeben. In dieser Entscheidung hat der BGH klargestellt, dass zum berechtigten Weitervertrieb auch die werbliche Ankündigen gehört, soweit sie sich im Rahmen dessen hält, was für den Vertrieb des Produkts üblich ist.

Die Verwendung von selbst hergestellten Fotos auf Verkaufsplattformen zum berechtigten Weiterverkauf ist seitdem urheberrechtlich unbedenklich und gängige Praxis.

Die Grundaussage dieser Entscheidung ist in Bezug auf die Verwendung von abfotografierten Buchcovers im Zusammenhang mit einer Buchrezension jedoch erstmal nicht übertragbar. Der Blogger berichtet üblicherweise nicht zum Zwecke des Weitervertriebs über ein Buch, sondern möchte seinen persönlichen Eindruck im Eigeninteresse kommunizieren.

Aus der oben genannten Entscheidung lassen sich jedoch einige Gedankenzüge ziehen, die zur Beurteilung unserer Thematik dienlich sind. So hat der BGH dargelegt, dass grundsätzlich nichts dagegen spricht, die Ausnahmeregelung des § 58 UrhG auf ähnliche Fälle zu übertragen.

Grundgedanke des § 58 UrhG ist es, dem Veranstalter eine Ausstellung zu Werbezwecken die Vervielfältigung und Verbreitung der ausgestellten Werke zu erlauben.

Um einen solchen ähnlichen Fall könnte es sich bei der Verwendung der Buchcoverfotos handeln. Damit der Rechtsgedanke dieser Ausnahmeregelung angewendet werden kann, müssen zunächst die strengen Vorraussetzungen einer Analogie vorliegen.

Es müsste eine gleiche Interessenlage bestehen. § 58 UrhG trifft eine Regelung für folgende Interessenlage:

Dem Veranstalter einer Ausstellung stehen typischerweise keine Nutzungsrechte an den ausgestellten Werken zu. Beim Publikum besteht ein Informationsinteresse über die ausgestellten Werke und die Publizität des Urhebers sowie der Absatz seiner Werke werden durch die Ausstellung gefördert. Somit verfolgt die Regelung das Ziel, allen Beteiligten zu gute zu kommen.

Soweit ist die Situation der Blogger mit der eines Veranstalters vergleichbar. Dem Blogger stehen in der Regel keine Nutzungsrechte am Buchcover zu, dennoch hat das Publikum, die Blogleser, ein Interesse daran, wie er die gelesenen Bücher beurteilt und zur Veranschaulichung auch das Buchcover anzusehen. Außerdem kann durch die Beurteilung des Bloggers die Publizität des kommentierten Werkes im Besten Falle auch gefördert werden.

Jedoch erfährt die Ausnahmeregelung des § 58 UrhG seine Grenzen in der Zielsetzung des Urheberrechts: Andere sollen an der Nutzung des Werks nicht verdienen, solange der Urheber leer ausgeht. So unterfallen beispielweise nur Ausstellungskatalog zum Selbstkostenpreis der Privilegierung  des § 58 UrhG (Schricker/ Loewheim 4. Auflage, § 58 Rn.6).

Für Blogger hat dies zur Folge, dass die Veröffentlichung eines abfotografierten Buchcover nur dann von einer analogen Anwendung des § 58 UrhG abgedeckt sein kann, soweit keinerlei kommerzielle Zweck hinter dem Blog stehen. Sobald der Blogger für seinen Blog Werbeeinnahmen erhält, kann er sich nicht mehr auf eine analoge Anwendung des § 58 UrhG berufen.

Handelt es sich um einen Blog, der keinerlei (!) kommerziellen Zweck verfolgt, so müsste des Weiteren eine planwidrige Regelungslücke vorliegen. Das bedeutet zum Einen, dass es keine andere gesetzliche Regelung für die Veröffentlichung eines abfotografierten Buchcovers im Rahmen einer Buchrezension geben dürfte und zum Anderen, dass der Gesetzgeber diesen Fall ungewollt nicht geregelt hat.

Möglicherweise könnte die Wiedergabe des Buchcovers vom Zitatrecht gem. § 51 UrhG umfasst sein und somit keine Regelunglücke bestehen. An ein sogenanntes „Bildzitat“ sind jedoch hohe Anforderungen gestellt. Es ist nicht ausreichend, dass das Bild, im vorliegenden Fall das Buchcover, in irgendeinem Zusammenhang mit der Buchrezension steht. Das Bild muss vielmehr einen inneren Zusammenhang zum geschriebenen Textaufweisen, um den Zitatzweck des § 51 UrhG zu erfüllen.

Im Blog dient das Bild des Buchcovers üblicherweise nicht der Erläuterung des Inhalts der Rezension, sondern ist vielmehr schmückendes Beiwerk. Der Buchkritiker widmet sich gewöhnlich nicht überwiegend dem Cover an sich, sondern beschränkt seine Aussagen meist auf den Inhalt des Buchs. Ein bloß schmückendes Abbilden oder die beiläufige Erwähnung des Covers im Text reichen nicht aus, um von einem „Bildzitat“ i.S.d. § 51 UrhG zu sprechen.  Somit besteht eine Regelungslücke.

Allerdings fehlen Anzeichen dafür, dass diese vom Gesetzgeber ungewollt, also planwidrig ist. Vielmehr spricht der Sinn des Urheberrechts, den Schöpfer von Werken zu schützen und ihn mit Schutzrechten auszustatten, dafür, dass der Gesetzgeber wollte, dass die Verwendung von geschützten Werken außerhalb des Zitatrechts eben nur mit Zustimmung des Urhebers erfolgen soll.

Abschließend ist folgendes Fazit zu ziehen: Von einer Veröffentlichung von abfotografierten Buchcovern im Rahmen einer Buchrezension wird dringend abgeraten, soweit keine Zustimmung durch den Urheber vorliegt.

Ergänzung: Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass z.B. der Rowohlt Verlag eine Nutzung der Cover zum Zwecke der Rezension freigegeben hat: https://www.facebook.com/rowohlt/posts/406026389465081 


Hier finden Sie unsere Hauptseite zum Thema Urheberrecht


Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (40)

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  1. Michael sagt:

    Letzter Satz: „angeraten“? Eher „abgeraten“, oder?

  2. Schreibfehler: *ab*geraten!

  3. Niedermeyer sagt:

    Sie meinen abschließend wohl „abgeraten“ statt „angeraten“

    Mein ergänzender Tipp:
    Als Blogger hat man normalerweise ein Affiliate-Programm mit Amazon o.ä. und kann ein Abbild des Buches von Amazon verwenden. Das ist durch die AGB des Buchladens gedeckt. Sicherheitshalber sollte man noch den Kauflink dazupacken und vielleicht auch noch ein paar Euro einnehmen.

  4. slowtiger sagt:

    Was soll dieses widersprüchliche Fazit? „dringend angeraten“, also ja? Und das Herumreiten auf der Gewinnabsicht des Blogs kann ja wohl nicht treffen, wenn seit Olims Zeiten in Zeitungen Bücher besprochen werden mit Abbildung des Covers, Filme mit Abbildung des Plakats …

  5. Huflaikhan sagt:

    Muss es nicht im letzten Satz heißen: „abgeraten“ statt „angeraten“ – oder hab ich das nicht kapiert.
    Herzlich, Martin Hufner

  6. Im letzten Satz hatte sich ein kleiner Tippfehler eingeschlichen, der nun korrigiert ist. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

  7. Huflaikhan sagt:

    Kann man davon ausgehen, dass diese Meinung auch übertragbar ist auf andere Fälle wie CD-Cover, Platten-Cover, DVD-Cover? Alles im Rahmen von Rezensionsberichterstattung? Und wie ist es, dass sich ja doch in aller Regel Verlage bemühen, ebensolche zur Verfügung zu stellen, für die Berichterstattung zur Illustration, um mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Müssten die Verlage nicht dann umgekehrt auch in die Pflicht genommen werden, dies extra zu vergüten, egal, wie der Vertrag mit dem Gestalter der Cover aussieht?

  8. @ Huflaikhan: Ja, für CD- Cover usw. müsste das gleiche gelten. Wenn die Verlage das Cover ausdrücklich zum Zweck der Benutzung für Rezensionen freigeben, darf man es benutzen. Vorausgesetzt natürlich der Verlag hat sich die entsprechenden Rechte vom Urheber eingeholt. Die bloße Tatsache, dass der Verlag das Buch selbst mit Cover bewirbt, reicht allerdings keinesfalls aus, um eine Rechteeinräumung zum Zweck der Rezension anzunehmen.

  9. slowtiger sagt:

    Das ist doch alles ganz großer Schwachsinn. Als Grafiker und Fotograf werde ich gezwungen, sämtliche Rechte an einen Verlag bis in die Steinzeit abzugeben, oder ich bekomme den Job nicht. Auf der anderen Seite soll ich jedesmal, wenn ein Verlag ein Buch herausbringt, annehmen, daß er nicht die erforderlichen Rechte zur Weitergabe an Rezensenten oder zur Produktwerbung erworben hat? Das ist doch komplett bescheuert!

    Das ganze Urheberrecht ist krank. Wir sollten es gnädig erschießen.

  10. Rosa sagt:

    Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es hier um das reine Abfotografieren des nackten Covers. Was aber ist, wenn der Blogger nicht das Cover „abfotografiert“, sondern das Buch mit (lesbarem) Cover in seinem Lebensumfeld ablichtet? Also das Buch, wie es auf dem Nachttisch liegt, das Buch in Händen seines Teddybären o.ä. Das kann ja wohl nicht verboten sein?

    • Steffi sagt:

      DAS würde mich auch sehr interessieren!

      • Diese Konstellation würde einen anderen Fall betreffen. Wenn das abfotografierte Cover nicht im Rahmen einer Buchrezension verwendet wird, sondern vielmehr zufällig mit auf dem Foto abgebildet ist, müsste eine Einzelfallbetrachtung erfolgen unter Berücksichtigung aller Umstände erfolgen. Wenn jedoch nur ein Teddy und das Buch abgebildet sind und im Rahmen der Rezension verwendet werden (das Buch also offensichtlich im Vordergrund steht), gilt das im Artikel gesagte.

  11. Michael sagt:

    Danke für den Beitrag,
    Ist Ihnen ein Fall bekannt, in dem das tatsächlich rechtlich relevant geworden ist?
    Und wenn ja, wer hätte dann Ansprüche? Der Verlag, der ja das Bild für sein Buch lizenziert hat oder der Urheber?

    Der Urheber doch eigentlich nicht, denn er hat ja Lizenzeinnahmen dafür bekommen, dass sein Werk als Cover verwendet wird (was ja auch nachfolgende Buchbesprechnungen abdecken müsste).

    Und der Verlag könnte ja höchstens bei einer schlechten Besprechung Interesse daran haben, dem Rezensenten „eins auszuwischen“. Das dürfte doch aber auch eher nach hinten losgehen.

    Kann es sein, dass die ganze Sache nur eine theoretische Überlegung ohne Praxisbezug ist?

  12. Alex Kahl sagt:

    Ein spannendes Thema, danke für den aufklärenden Beitrag! Die Frage, wie mit Fotos von zu rezensierenden Produktabbildungen umgegangen werden muss, habe ich mir schon häufiger gestellt.

    Einige Fragen sind mir beim Lesen von Posting und Kommentaren noch gekommen:

    1. Reicht eine Erlaubnis des Verlages aus oder muss es die des Fotografen des Cover-Bildes sein? Wie kann ich mich absichern, dass die Verlagsaussage ausreicht und wie gehe ich in einem Fall vor, wenn ein Fotograf sein Urheberrecht verletzt sieht, der Verlag aber vorher seine Einwilligung gegeben hat?

    2. Besteht ein Unterschied zwischen selbstgekauften Exemplaren und solchen, die einem vom Verlag zwecks Rezension ausdrücklich zur Verfügung gestellt wurden? Kann man in diesem Fall von einer stillschweigenden Erlaubnis ausgehen?

    3. Wie sieht es bei Produktverpackungen aus? Sind die Abbildungen auf einer Verpackung prinzipiell mit der Abbildung auf einem Buchcover gleichzusetzen?

    • Guten Tag, im Rahmen einer Zusammenarbeit mit einem Verlag kommt es darauf an, welche Rechte Ihnen vertraglich eingeräumt werden. Dies sollte dann konkret geprüft werden. Der Fotograf kann dem Verlag derartige Rechte einräumen, dass dieser wiederum weitere Lizenzen vergibt.

  13. rhetor sagt:

    Tja und wie ist das, wenn die Promoabteilung des Verlags das Buch vorab versendet, um Rezensionen zu erhalten? Der Verlag müßte doch das Recht dazu vom Urheber (des Covers) und des Autors fürs Marketing haben.

  14. Huflaikhan sagt:

    Das ist natürlich erschwerend. Ich kenne ja genug Cover, die unter Verwendung von Fotografien entstanden sind, für die sich der Verlag die Rechte beispielsweise über die VG Bild-Kunst hat einräumen lassen. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber die Nutzung darüber hinaus dürfte in aller Regel nicht gestattet worden sein. Selbst Verlage dürften dann nicht Bildvorlagen der Cover mitliefern. Ob sich wer dran hält? (Wo kein Kläger, da kein Richter.)

  15. Ja, im Universum der Jurisprudenz ist das ein echtes Problem, und einem Anwalt macht das Lesen solcher zweifellos fundierten Schriftsätze sicher Spaß. Aber ist in der wirklichen Welt, in der wir Verleger und Blogger leben, schon einmal jemand wegen der Abbildung eins Buchcovers im Zusammenhang mit einer Rezension belangt oder auch nur angegangen worden? Ich glaube nicht. Ich glaube auch nicht das in Zukunft passieren wird. … oder? …. Das heißt nein, es könnte natürlich ein schöner Hebel sein, um den Schreiber eines Verrisses zu behelligen..

    • Judith sagt:

      Und wie dagegen schon angegangen wurde. Ich kenne eine Bloggerin die einen Mahnungsbetrag von 5000 € bezahlen soll…also würde ich das nicht so einfach in den Raum werfen.

  16. René sagt:

    Stimme meinem Vorreder zu: Der Beitrag diskutiert theoretische Probleme, die nichts mit der realen Welt zu tun haben. In der haben Verlage großes Interesse, dass Covers ihrer Medien veröffentlicht werden. Und deswegen bieten sie sie in ihren Pressebereichen als hochauflösenden Download an.

  17. Oliver sagt:

    Guten Tag,
    und was ist, wenn ich das Buch abfotografiere, um es im Internet gebraucht zu verkaufen?
    Schöne Grüße
    Oliver

  18. @Ralph Möllers: Ja, in meinem Umfeld ist schon jemand deswegen abgemahnt worden, und zwar von Gettys.

  19. Niedermeyer sagt:

    @rene
    richtig ist das nur solange die Rezension erwünscht ist. Bei einer negativen Besprechung würde dem Verlag viel daran liegen, dass diese nicht erscheint.

    Ich bleibe daher bei dem Vorschlag Bilder von Amazon & Co zu nutzen und einen Affiliate-Link darauf zu legen.

    Mich würde auch interessieren, ob die Zusendung eines Besprechungsexemplars durch den Verlag nicht schon konkludentes Handeln vorliegt.

  20. […] eines selbst fotografierten Buchcovers sein kann, selbst wenn einem das Buch gehört, zeigt der Rechtsanwalt Christian Solmecke (via […]

    • Jarg sagt:

      Aamazon zahlt den Herstellern von Bibliothekskatalogen übrigens Geld, wenn diese die Cover via Amazonverlinkung anbieten. Schätze, dass kein Verlag einen Blogger anzeigen würde, wenn der gleiches tut – sofern der Blog keinen kommerziellen Zwecken dient.

      • Grete sagt:

        Die Nutzung des Affiliate-Programms bewirkt aber per se, dass der Blog als kommerziell gewertet wird. Hierzu gibt es bereits einige deutliche Gerichtsurteile.

  21. […] – gerade auch mit Blick auf die gegenwärtig laufende Abmahnwelle – keinesfalls tun. Rechtsanwalt Christian Solmecke begründet ausführlich, warum von der Verwendung eines abfotografierten Buchcovers ohne […]

  22. Michael Heyl sagt:

    Der 2. Satz des 3. Absatzes („Hierunter ist jede körperliche Festlegung eines Werkes zu verstehen …..“) ist ja hoch interessant.

    Ist das die gängige juristische Meinung? Dann hätte dies zur Folge, dass das Streamen von Film- und Musikwerken nur dann illegal ist, wenn der Festplatten-Cache als temporärer Zwischenpuffer verwendet wird. Das reine Streamen ausschließlich durch das RAM wäre also mangels körperlicher Festlegung, (die offenbar maßgeblich für den Begriff Vervielfältigung ist) – – d.h. aufgrund einer nicht vorhandenen „körperlichen“ Zwischenspeicherung auf der Festplatte – zu 100% legal.

    Sehe ich das richtig?

    • Wir vertreten in der Tat die Auffassung, dass nur eine dauerhaft angefertigte Kopie den Tatbestand erfüllt (d.h., wenn der Film anschließend auf der Festplatte liegt), was bei einem kurzen Zwischenspeicher nicht der Fall ist. Allerdings ist das Problem speziell beim streaming umstritten und es gibt Rechtsanwälte, die eine andere Auffassung vertreten und eine Kopie im Zwischenspeicher für eine illegale Handlung ausreichen lassen. Schauen Sie sich zu diesem Thema gern unser kostenloses Infovideo an: https://www.youtube.com/watch?v=Ksj0mD6TtSg

      • Michael Heyl sagt:

        Vielen Dank für die schnelle Antwort. Und das sehr verständliche Video bringt die Problematik genau auf den Punkt. Es existieren unerschiedliche Auffassungen, wie die „Filmschnipsel“ im RAM zu interpretieren sind. Und genau darauf bezog sich letztendlich meine Frage, die in meinen Augen die einzig relevante ist: Ist der Filmschnipsel im RAM eine körperliche Festlegung?

        Meiner Meinung nach nicht, denn: Strom weg, Schnipsel weg. Bei einer echten Kopie auf der Festplatte ist das natürlich nicht so, weil dauerhaft existent.

        Wie ist denn der Begriff „körperliche Festlegung“ im juristischen Bereich definiert?

        Vielen Dank.

        • Körperliche Festlegung im Urheberrecht meint eine Festlegung des Werkes, die geeignet ist, das Werk mittelbar oder unmittelbar den menschlichen Sinnen zugänglich zu machen. Wie in dem Video vorgetragen, sehen wir die Zwischenspeicherung im RAM (die eine körp. Festlegung ist) nicht als ausreichend an. Da dieser Punkt allerdings streitig ist und es noch keine Rechtsprechung dazu gibt, kann daraus ein Grundsatz abgeleitet werden.

  23. […] erkennbar und bringen ein bisschen Farbe ins Spiel. Davon bin ich heute nach der Lektüre dieses Artikels – Dank an den Texttreff dafür! – wieder abgerückt. Für jeden Titel die Zustimmung des […]

  24. […] Wild Beuger Solmecke haben die Problematik der Verwendung einer Photographie eines Buchcovers hier sehr anschaulich beschrieben. […]

  25. […] Urheberrecht. Buchcover sind urheberrechtlich geschützt, auch wenn du sie selber abfotografierst (mehr dazu hier). Hol dir also das Okay des Verlags ein, dass du ein Cover nutzen darfst (in der Regel sind die […]

  26. […] Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Ob man ein Buchcover für eine Rezension verwenden darf wird hier sehr gut erklärt. Generell gilt: “Von einer Veröffentlichung von abfotografierten […]

  27. Irma S sagt:

    Was ist, wenn man für kommerzielle Zwecke das Buchcover Bild aber mit einem Wasserzeichen “ copyright protected“ verseht oder das Buchcover nur verschwommen zu sehen ist? Ist dies dann noch strafbar?

    Vielen Dank!

  28. […] Soweit ich das sehe, nutzt du überall deine eigenen Fotos. Super. Allerdings ist das Abfotografieren von Buchcovern rechtlich dünnes Eis – leider. Guck mal hier, da wird das relativ umfassend erläutert: Darf man ein Buchcover für eine Rezension verwenden? […]

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