Foto- und Bildrecht

FDP-Spitzenkandidat Brüderle geht gegen Fremdgeh-Portal “Ashley Madison” vor

Bildrecht: Mit dem Slogan „Diskreter und anonymer als jede Hotelbar“ blickte das Konterfei von Rainer Brüderle von einem XXL-Werbeplakat eines Seitensprung-Portals herab. Der Politiker wehrte sich erfolgreich hiergegen.

brüderle, Ashley Madison

© MS-Fotodesign-Fotolia

Der FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle (67) wurde in Berlin auf einem großflächigen Werbeplakat des Fremdgeh-Portals “Ashley Madison” abgebildet. Das Plakat zeigte ein Foto von Brüderle mit „Psssst“-Geste. “Diskreter und anonymer als jede Hotelbar“, heißt es in der großen Überschrift.

 

Brüderle ist mittlerweile juristisch dagegen vorgegangen.  Das XXL-Werbeplakat wurde vorzeitig auf Anweisung abgehängt. Die Agentur “Ashley Madison” hat auch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben. Wenn Fragen von allgemeinem gesellschaftlichem Interesse aufgegriffen werden, dann haben die Prominente es zu dulden, dass man ihr Bild zu Werbezwecken benutzt, so die Rechtsprechung. Ob dies allerdings auch dann gilt, wenn die Privatsphäre betroffen ist und zudem eine Assoziation zu einem Seitensprung geweckt wird, erscheint mehr als fraglich.

 

Das Portal „Ashley Madison“ war in der Vergangenheit bereits damit aufgefallen, dass es Affären von Politikern in provozierenden Werbeanzeigen thematisierte.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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