Internetrecht

Facebook übernimmt Gesichtserkennungsspezialisten Face.com

Das soziale Netzwerk Facebook übernimmt für 100 Millionen US-Dollar den israelischen Gesichtserkennungsdienst Face.com. Facebook hatte den Dienst schon zuvor für die umstrittene Gesichtserkennungs-Funktion genutzt.

Facebook übernimmt face.com

Bildnachweis: Facebook Like Button / FindYourSearch / CC BY 2.0 /Some rights reserved

Möglichkeiten für „erstaunliche Produkte“

Facebook gab den Kauf am 18.06.2012 bekannt. Das Unternehmen Face.com hat seinen Sitz in Tel Aviv und besteht seit 2007. Facebook erklärte, bei Face.com handle es sich um ein „Weltklasse-Team“. Das israelische Unternehmen, das nur elf Mitarbeiter beschäftigt, sieht in der Arbeit für Facebook Chancen für „erstaunliche Produkte“, so der Unternehmensblog.

 

Face.com hat zwei Apps auf den Markt gebracht: Photo Finder und Photo Tagger. Seit letztem Jahr ist es auch möglich, die Stimmung der Gesichter auf den Fotos zu erkennen. Die Software kann angeben, ob die Personen fröhliche, traurige, überraschte, wütende oder neutrale Gesichtszüge zeigen. Auch die Stellung der Lippen kann in küssend, geschlossen oder offen beurteilt werden.

 

Kritik an Gesichtserkennung

Die automatische Gesichtserkennung ist bei deutschen Daten- und Verbraucherschützern stark umstritten. Die Bremer Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Imke Sommer, sieht das „Aus-der-Hand-geben-des-biometrischen Materials“ problematisch.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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