Internetrecht

Facebook Abzocke – Vorsicht vor Abofalle „Mach den Test“

Facebook Nutzer sollten sich insbesondere vor der Statusmeldung „Mach den Test“ in Acht nahmen. Ansonsten geraten sie schnell in eine teure Handy-Abofalle.

Facebook Abzocke – Vorsicht vor Abofalle „Mach den Test“ © Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia

Facebook Abzocke – Vorsicht vor Abofalle „Mach den Test“ © Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia

In Facebook kursieren viele Statusmeldungen, in denen die Nutzer vom angeblichen Absender zur Teilnahme an einem Test aufgefordert werden. Das Motto lautet etwa: „Welches Beast bist du?“, „So gut bist Du im Bett!“ oder „Erkennst du die echten Namen dieser Rapper?“. Was nach der Einladung zu einem harmlosen Quiz aussieht, entpuppt sich jedoch manchmal als kostspielige Abofalle. So ist das jedenfalls bei einer Facebook Meldung, bei dem als Absender „Mach den Test“ angegeben steht.

Inhalt des Facebook Beitrags „Mach den Test“

Diese Facebook Meldung – hat laut dem Portal Mimikama den folgenden Inhalt:

„Sie gleicht Kate Middleton Jeder von uns hat mindestens 7 Doppelgänger auf dieser welt. Willst du herausfinden, welches Deine sind? Mach den Test, registriere Dich und finde ed heraus“ Wer an dem Test teilnimmt dazu aufgefordert mit seinem Smartphone online zu gehen. Dies geschieht mit den folgenden Worten: „Um diesen Dienst zu aktivieren verbinden Sie bitte an das 3G-Netz von Ihrem Mobiltelefon zu deaktivieren Wi-Fi.“

Nach der Teilnahme an diesem „Test“ folgt dann jedoch eine böse Überraschung. Dem ahnungslosen Nutzer wird auf seiner Mobilfunkrechnung die Kosten für ein angeblich abgeschlossenes Handy-Abo in Höhe von 7,99 Euro pro Woche in Rechnung gestellt.

Wie Facebook Nutzer sich vor Smartphone Abofallen schützen

Wenn Sie bei Facebook oder auch sonst im Internet zu der Teilnahme an einem Test aufgefordert sein, sollten Sie wachsam sein. Das gilt vor allem, wenn Sie zu diesem Zeitpunkt das Smartphone nutzen. Das vorschnelle Tippen auf einen Link oder ein Werbefenster kann dazu führen, dass Sie in eine Abofalle tappen. Das Fatale daran ist, dass die unseriösen Anbieter mittels WAP-Billing unbemerkt veranlassen können, dass Ihnen Ihr Mobilfunkanbieter den Betrag für das angeblich von Ihnen abgeschlossene Abonnement in Rechnung stellt. Dies ist möglich, obwohl dieser Vertrag in vielen Fällen gar nicht wirksam zustande gekommen ist. Dem können Sie auch vorbeugen, in dem Sie Ihr Mobilfunkunternehmen mit dem kostenlosen Einrichten einer Drittanbietersperre beauftragen. Zuweilen blenden Anbieter auch einen Hinweis auf die Kostenpflicht, der bewusst unauffällig gehalten ist (etwa durch den Farbton, die Größe und den Standort am Rande der angezeigten Seite). (HAB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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