Internetrecht

Eltern haften möglicherweise für Facebook Aktivitäten ihrer Kinder

Im US- Bundesstaat Georgia mobbte eine Schülerin über drei Jahre hinweg eine Mitschülerin über ein gefälschtes Facebook-Profil.

Eltern haften möglicherweise für Facebook Aktivitäten ihrer Kinder © kbuntu - Fotolia

Eltern haften möglicherweise für Facebook Aktivitäten ihrer Kinder © kbuntu – Fotolia

In erster Instanz erging gegen die Täterin ein Versäumnisurteil, der Mitbeschuldigte konnte sich noch erfolgreich verteidigen. Nun jedoch revidiert das Berufungsgericht das Urteil und verhandelt es erneut.

Die Klage wegen Verleumdung wurde jetzt vom zuständigen Berufungsgericht für zulässig erklärt.

Bereits 2011 wandte sich die gemobbte Schülerin an ihre Schulleiterin. Diese bestellte alle beteiligten Schüler zu einer Unterredung, woraufhin die Beschuldigten die Tat eingestanden und zwei Tage von der Schule suspendiert wurden.

Es passierte jedoch nichts und die gefälschte Facebookseite – mit ihren falschen Kommentaren und Unterstellungen – blieb online.

Erst als das Opfer eine Klage anstrengte löschten die Beschuldigten die Seite. Das Berufungsgesicht erklärte in seiner Stellungnahme, dass einige Kommentare in rassistisch, sexuell oder in anderer Weise anstößig seien“. Die Klage sei zulässig.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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