Internetrecht

Deutsche Post stoppt die Eigenentwicklung von De-Mail

Die Deutsche Post stoppt die Entwicklung des eigenen De-Mail-Angebotes für die verschlüsselte und rechtssichere elektronische Kommunikation, solange der Gesetzgeber an den Bestimmungen für das Identifizierungsverfahren festhält.

De-Mail

©-Thomas-Jansa-Fotolia

Man habe zwar alle Zertifizierungen als De-Mail-Anbieter bestanden, sei aber mit dem eigenen PostIdent-Verfahren am Widerstand der Datenschützer gescheitert. Da bei PostIdent die Ausweisnummer nach den Bestimmungen des Geldwäschegesetzes gespeichert wird, sei man nicht De-Mail-konform, denn das De-Mail-Gesetz sehe diese Datenspeicherung nicht vor. Juristen der Post sehen deshalb sogar ein eventuelles Haftungsrisiko, wenn per De-Mail ohne ausreichende Authentifizierung Bankkonten eröffnet oder andere Finanztransaktionen abgewickelt würden. Die Deutsche Post will stattdessen verstärkt auf ihren E-Postbrief setzen und will diesen mit neuen Funktionen für Privatkunden attraktiver machen.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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