Internetrecht

Datenschützer fordern umfassendere Löschung der Google Links

Bislang werden die Google Ergebnisse nach einem erfolgreichen Löschantrag nur für die Suche über europäische Unterseiten wie Google. de gelöscht. Wer die Suchmaschine Google.com nutzt, findet weiterhin alle Informationen. Datenschützern ist dieses Vorgehen ein Dorn im Auge. Aus ihrer Sicht wird damit dem „Recht auf Vergessenwerden“ nicht genüge getan.

Um die weltweite Löschung durchzusetzen, forderten die Datenschützer gestern bei einem Treffen mit den Internetriesen Google und Microsoft, dass diese ihre Methoden bei der Löschung ändern. Auch sollen Verlage nicht mehr auf die Filterung von Links hingewiesen werden.

Dass sich die Konzerne darauf einlassen, erscheint derzeit eher als unwahrscheinlich. Möglicherweise wird irgendwann über diesen Punkt erneut vor Gericht gestritten. Manch einer wünscht sich ein neues Verfahren, um endlich mehr Rechtsklarheit in Bezug auf die Löschungsverfahren zu erlangen.

Am 13.Mai 2014 hatte der EuGH entschieden, dass der Suchmaschinenbetreiber Google zur Löschung von Inhalten aus Gründen des Datenschutzes verpflichtet werden kann und damit ein “Recht auf Vergessenwerden” bejaht. Die Nachfrage ist groß und seitdem muss sich Google mit tausenden Löschanträgen auseinandersetzen.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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