Internetrecht

Blogeintrag von Taylor Swift führt zu einer Besserstellung der Musiker beim Streaming Dienst Apple

Musiker können sich freuen. Apple Musikern wird ab jetzt, auch während der kostenlosen Probezeit beim neuen Streaming-Dienst, Geld bezahlt. Diese Neuerung erreichte Taylor Swift mit einem Eintrag auf ihrem Blog. Nachfolgend ein kleiner Ausschnitt:

Blogeintrag von Taylor Swift führt zu einer Besserstellung der Musiker beim Streaming Dienst Apple© Benjamin-Duda-Fotolia

Blogeintrag von Taylor Swift führt zu einer Besserstellung der Musiker beim Streaming Dienst Apple© Benjamin-Duda-Fotolia

To Apple, Love Taylor

I write this to explain why I´ll be holding back my album, 1989, from the new streaming service, Apple Music. I feel this deserves an explanation because Apple has been and will continue to be one of my best partners in selling music and creating ways for to connect with my fans. I respect the company and the truly ingenious minds that have created a legacy based on innovation and pushing the right boundaries.

Zusätzlich schreibt sie weiter, dass sie die Apple Regelung als schockierend und enttäuschend empfinde.

Sie forderte Apple auf, die Zahlpause zu überdenken. Die Musiker würden nicht um kostenlose iPhones bitten. So solle auch nicht von Ihnen verlangt werden, die Musik ohne Gegenleistung zur Verfügung zu stellen.

Künstler erhalten Geld in dreimonatiger Gratis-Probezeit

Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung des offenen Briefs von Taylor Swift an Apple, änderte Apple seine Bedingungen und erklärte, dass Musiker auch während der kostenlosen dreimonatigen Probezeit Geld bekommen werden.

iTunes Chef Eddy Cue gab zu, dass das Umdenken durch Taylor Swift`s Blogeintrag ausgelöst worden sei. Er besprach die Änderungen sofort mit Konzernchef Tim Cook. Diese wurden daraufhin umgesetzt.

Unklar bleibt jedoch, was die neue Änderung Apple Kosten wird. Nunmehr erhalten die Künstler auch während der Gratis-Probezeit pro Abruf ihres Songs eine gewisse Summe.

Apple Music macht Spotify Konkurrenz

Am 30. Juni trat der iPhone-Konzern ins Streaming-Geschäft ein. Dominiert wurde dieses bis dato von Spotify.

Schon damals entzog Taylor Swift Spotify ihre Alben. Auch dieser Streaming Dienst hat eine werbefinanzierte Gratisversion. Auch hier erhalten die Musiker kein Geld. Musik werde dadurch entwertet, so die Sängerin.

Konsequent bleibt sie, indem sie jetzt auch Apple Music nicht mehr gestattet ihr aktuelles Album „1989“ abzuspielen.

Im Unterschied zu Spotify hat Apple Music keine Gratisversion, jedoch gibt es eine dreimonatige kostenlose Testphase für neue Nutzer.

Apple sieht hierfür kein Geld. Die Folge ist, dass Apple auch den Plattenfirmen kein Geld auszahlen wollte. Letztendlich erhalten die Künstler somit in der dreimonatigen Testphase auch kein Geld für ihre Musik. Als Ausgleich hierfür bot Apple einen höheren Umsatzanteil von 71,5 bis 73 Prozent an. Üblich in dieser Branche sind 70 Prozent.

Spotify: Gratisversion mit Werbung

Bei Gratis Versionen von Streaming Diensten wird die Musik alle paar Minuten durch Werbung unterbrochen. Auch die Funktionen sind eingeschränkt. Die Auswahl einzelner Songs ist nicht möglich.

Taylor Swift ist nicht die einzige die sich mit der Apple Vorgehensweise unzufrieden zeigt. Auch Independent-Labels äußerten Kritik. Apple verbuche mehr als 190 Milliarden Dollar Geldreserven.

Das Taylor Swift Album verkaufte sich seit der Veröffentlichung über fünf Millionenmal. Auch Appel hatte hierbei mit dem Absatz über die Appel i-Tunes Plattform einen erheblichen Anteil.

i-Tunes Chef Cue twitterte, dass er die Stimmen der Musiker gehört habe. Dies beweist Appel mit einer sofortigen Regeländerung. Die Musiker bekommen ab jetzt auch innerhalb der dreimonatigen Gratis Testphase Geld.(LAR)

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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