Internetrecht

In Großbritannien sollen weitere Bittorrent-Sites gesperrt werden

Britische Internet-Provider wurden Mitte Oktober vom britischen Musikindustrieverband BPI aufgefordert, es zukünftig zu Unterlassen, den Zugang zu den Bittorrent-Seiten von H33t sowie Fenopy und Kickass-Torrents zu erlauben.

Bittorrent, filesharing, urheberrechtsverletzung

©-arahan-Fotolia

Diese würden angeblich Musikstücke illegal verbreiten und somit Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing begehen, so das Argument des Verbandes. Gesagt sei hier, dass diese drei genannten Bittorrent-Seiten selbst keine Dateien zum Download anbieten, sondern das Auffinden solcher erleichtern. Die Sperren sollten am liebsten bereits vor Weihnachten aktiv werden.

 

Die Provider äußerten sich dahingehend, dass sie dem Anliegen bei Vorlage eines Gerichtsbeschlusses umgehend nachkämen. Nach der Sperre gegen The-Pirate-Bay Anfang des Jahres, sollen die Provider Talk-Talk, Sky, Everything-Everywhere, o2, BT sowie Virgin Media nun ihre Sperren auf genannte Bittorrent-Sites ausweiten.

 

Sprecher der Gruppe The Open Rights, welche sich selbst als Verteidiger für Rechte im Internet ansehen, sehen eine Gefahr in den neuerlichen Bemühungen der BPI. Durch den radikalen Schritt, welcher durch Sperren der Seiten von statten ging, läge eine Art von Zensur. Dies sei nicht zuletzt auch deshalb gefährlich, da zukünftig häufiger und schneller zu solch radikalen Maßnahmen gegriffen werden könne, was zur Folge hätte, dass das Recht auf Meinungsfreiheit, vor allem im Hinblick auf das Internet, immer weiter eingeschränkt werde.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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