Internetrecht

Betrug durch Phishing-Mails weiterhin eine große Gefahr

Phishing ist auch im neuen Jahr weiterhin eine reale Gefahr. Immer noch gibt es zu viele Menschen, die unbedarft, aufgrund mangelnder Erfahrung, fehlender Sensibilität oder Leichtsinn auf Phishing-Mails reagieren. Anstatt Phishing-Mails sofort zu löschen und den Absender möglichst umgehend auf eine Blockier- oder Spamliste zu setzen, wird dem vermeintlichen Absender vertraut. So gelangen Betrüger ohne großen Aufwand an die persönlichen Daten von Internetnutzern und Bankkunden. Dann eintretende Schäden sind vorprogrammiert.

 

  Betrug durch Phishing-Mails weiterhin eine große Gefahr ©-asrawolf-Fotolia

Betrug durch Phishing-Mails weiterhin eine große Gefahr ©-asrawolf-Fotolia

Bank und Zahlungsdienste und Phishing

Oftmals versuchen Betrüger Phishing-Mails zu verwenden, die einen Absender enthalten, der entweder die eigene Bank oder einen Onlinezahlungsdienst darstellt In beiden Fällen können Zugangsdaten zu Onlinebankingaccounts und im schlimmsten Fall sogar zu TANs mitgeschnitten werden, mit denen dann ein entsprechend großer Schaden verursacht werden kann. Weiterhin werden auch  Zugangsdaten von großen Einkaufshäusern wie Amazon.com abgefischt. Aktuell sind Phishing-Mails im Umlauf, die vortäuschen von der Commerzbank zu stammen und den Betreff „Ihr Konto wurde begrenzt“ aufweisen. Weiterhin häufig werde Phishing-Mails verschickt, die vortäuschen vom Zahlungsdienst PayPal zu stammen. Hier ist der Betreff häufig „PayPal – Verdächtige Zahlung über 1.229,00 EURO an Pixmania SAS aufgefallen!“. Schon länger – aber immer noch aktuell – verwenden Betrüger den Namen der ING-DiBa Bank, um Kunden in die Phishing-Falle zu locken. Erhalten Sie verdächtige oder unübliche E-Mails, seien Sie vorsichtig und öffnen Sie keine Anhänge.

Vorsicht bei der Angabe von persönlichen Daten

Sie sollten als Empfänger einer eher unüblichen E-Mail eines bekannten Vertragspartners – egal, ob Bank, Internetkaufhaus oder Zahlungsdienst – besondere Vorsicht walten lassen. Im Regelfall fällt es sehr schwer zu erkennen, ob die hinter Links versteckten Internetseiten Phishing-Fallen sind. Niemals sollten Sie private Accountdaten, Passwörter oder sonstige Daten preisgeben. Sind Sie als Kunde unsicher, ob es sich um eine Phishing-Falle handelt oder ein vermeintlicher Vertragspartner seriösen Kontakt aufnimmt, sollten Sie an die eigene bekannte Supportadressen schreiben oder bestenfalls telefonisch Kontakt aufnehmen. Schnell wird sich klären, ob es sich um eine Phishing-Mail handelt oder nicht.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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