Internetrecht

Auch Conleys geht mit Kontensperrungen gegen zu viele Retouren vor

Wir haben bereits ausführlich über die Kontensperrungen durch Amazon und Tchibo berichtet. Aktuell ist bekanntgeworden, dass der Online-Shop Conleys sich in die Reihe der Unternehmen stellt, die bei zu vielen Rücksendungen, ihre Kunden für weitere Bestellungen sperren.

Conleys geht bei den Kontensperrungen seiner Kunden ähnlich wie Amazon und Tchibo vor: Der Kunde stellt irgendwann überraschend fest, dass er gesperrt wurde und wird daran gehindert neue Bestellungen aufzugeben. Der Kunde hatte vorher weder die Möglichkeit sein Retouren Verhalten anzupassen, noch kann er etwas tun, um die Sperrung rückgängig zu machen. In allen Fällen sind die Sperrungen nicht zeitlich begrenzt, sondern unumkehrbar.

Ironischerweise schickt Conleys seinen gesperrten Kunden weiterhin Kataloge zu.

Fazit: Das Problem der Kontensperrungen beim Online Handel ist weiter verbreitet als zunächst vermutet. Auf kurz oder lang wird sich der Online-Versandhandel eine Lösung für dieses Problem überlegen müssen.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. Flu sagt:

    Mir ist das selbe schon vor zwei Jahren bei Dress For Less passiert. Natürlich ohne Vorwarnung und nur mit einer sehr pauschalen Erklärung:

    „Gerne erklären wir Ihnen, wie es zu der Sperrung kommen konnte. Unser System sperrt Konten automatisch, sobald ein negativer Deckungsbeitrag berechnet wurde.
    Statistisch werden sämtliche Bestellungen, Retouren und Prozesskosten in ein bestimmtes Verhältnis gesetzt und unter Wirtschaftlichkeitsaspekten bewertet.
    Sobald ein gewisser Schwellenwert überschritten wird, tritt die automatische Sperrung einzelner Konten in Kraft. Wir bedauern, daß unserer Controlling Tool Ihren
    Account gesperrt hat, können diesen Vorgang jedoch nicht aktiv beeinflussen.“

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