Internetrecht

ARAG bietet als erster deutscher Anbieter umfassende Online-Versicherung an


Die Versicherung ARAG bietet aktuell eine Rechtsschutzversicherung an, die sich speziell an private Internet-Nutzer richtet.

Bildnachweis: anonymus | anonymus17 | CC BY 2.0

ARAG web@ktiv heisst diese Versicherungspolice für internet-spezifische Rechtsfragen. ARAG bietet diese als erster deutscher Anbieter für Privatpersonen an. In Frankreich bieten Axa und Swiss Life offerieren bereits ähnliche Produkte. Innovativ ist an diesem Produkt vor allem der Rechtsschutz im Falle von Rufschädigung oder Beleidigungen über das Internet. Dieses beinhaltet laut ARAG Unterlassungs-Rechtsschutz und Strafverfolgung sowie Schadensersatz durch Rufschädigung. Das schließt auch die Kostenübernahme und Vermittlung von Dienstleistern zur Entfernung rufschädigender Netzinhalte mit ein.Ferner bietet dieses Produkt auch Vertragsrechtsschutz für Bestellungen im Internetversandhandel.

Strafrechtliche Vertretung auch erfasst

Der Bereich des Straf-Rechtsschutz und des Urheber-Rechtsschutz ist ebenfalls Bestandteil dieses neuen Produktes. Auch die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen bei Identitäts-Missbrauch wird von dieser neuen Police gedeckt. Insgesamt schließt also ARAG web@ktiv internetspezifische Rechtsfragen mit ein, die gänzlich oder teilweise außerhalb der Deckung der üblichen Rechtsschutzpolicen liegen. Dieses neue Versicherungsprodukt wird seine Zweckmäßigkeit und die Nachfrage durch Privatkunden in der Praxis noch demonstrieren müssen. Bis dahin halten sich die Mitbewerber auf dem deutschen Versicherungsmarkt mit der Einführung vergleichbarer Produkte noch zurück.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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RSSKommentare (1)

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  1. Bei den Pressekammern erlebe ich immer wieder, dass die Entscheidung, ob eine Vergleich getroffen wird und in welchem Umfang, oder ob ein Urteil gesprochen werden soll, davon abhängt, was der bearbeitende Versicherungsfritze dazu meint und was dessen Interesse ist.

    Damit entscheiden über den Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, über die Beeinträchtigung der Würde des Menschen nicht Richter, in einem noch stärkeren und unkontrollierterem Maße Geschäftemacher, die Mitarbeiter der Versicherungen.

    Widerspricht das nicht dem Grundanliegen des Grundgesetzes GG1?

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