Internetrecht

Amazon reagiert – Widerrufsbelehrung heißt nun Widerrufsbelehrung

Vor einigen Tagen hatten wir auf antiquariatsrecht.de berichtet, dass ein rechtswirksamer Handel für die Amazon-Marketplace Händler quasi unmöglich ist. Wir bleiben bei unserer Einschätzung. Immerhin gibt es aber erste Erfolge zu vermelden. Klickt man nun in der Amazon-Marketplace-Bücherübersicht auf den Link „Widerrufsbelehrung“, gelangt man weiterhin zur Seite „Auf einen Blick“. Auf dieser Seite hat Amazon nun in den vergangenen Tagen die Überschrift der „Verkäufer-Hilfe“ in „Widerrufsbelehrung“ geändert. Der Dienst trägt damit dem paradoxen Umstand Rechnung, dass die meisten Amazon Händler ihre Widerrufsbelehrung nicht unter dem Punkt Rücksendungen, sondern unter dem Punkt Verkäufer-Hilfe untergebracht haben (wir berichteten). Ein Problem haben jetzt natürlich alle Amazon-Händler, die unter Verkäufer-Hilfe eben nicht die Widerrufsbelehrung, sondern beispielsweise das Impressum untergebracht haben. Es bleibt also spannend. Die weiteren in unserem Bericht aufgezeigten Fehler sind leider noch nicht behoben worden. Aber immerhin – es tut sich etwas bei dem Bücherriesen…

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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