Gewinn- und Glückspielrecht

Online-Pokern und seine Tücken: Lizenz für Full Tilt Poker Webseite wurde ausgesetzt

Pokern übers Internet ist auch bei vielen Deutschen beliebt. Doch selbst bei bekannten Poker-Plattformen kann man nie sicher sein, dass man auch wieder an sein Geld kommt. Denn auch in vielen Ländern außerhalb von Deutschland sind Online-Glücksspiele verboten. Darüber hinaus gibt es manchmal auf einen kriminellen Hintergrund bei den Betreibern.

 

Nach mehreren übereinstimmenden Meldungen in Online-Medien soll die britische Glücksspielaufsicht die Lizenz von der ebenfalls dort betriebenen Poker Webseite „Full Tilt Poker“ ausgesetzt haben.

 

Zwar sind Online-Glücksspiele in Großbritannien – anders als beispielsweise in Deutschland und den USA – legal. Aber die britische Glückspielaufsicht berief sich auf anhängige Ermittlungen in den USA. Dort wird den Betreibern von einigen großen Glücksspiel-Portalen außer illegalem Glücksspiel auch Geldwäsche und Betrug zur Last gelegt.

 

Die Aussetzung der Lizenz hat nun zur Folge, dass derzeit auch keine Spieleinsätze an die Spieler ausgezahlt werden können. Da der Betrieb der Webseite aufgrund einer Weisung der britischen Glücksspielaufsicht eingestellt werden musste, kann sie nicht mehr erreicht werden. Es wird auf der deutschen Webseite  nur in Form einer Störungsmeldung angezeigt, dass das System derzeit heruntergefahren sei.

 

Die betroffenen Poker-Spieler müssen voraussichtlich Einiges an Geduld mitbringen. Am 26.07.2011 soll erst einmal eine Anhörung der Betreiber stattfinden. Erst dann wird man vermutlich absehen können, wie lange die Betroffenen keinen Zugriff auf ihre Einsätze haben werden.

 

Quellen:

 

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https://www.wbs-law.de/internetrecht/fbi-geht-gegen-pokerportale-vor-7408/

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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