Case Study | Filmförderung beantragen

Case Study | Filmförderung beantragen

Die Idee ist gut, doch die finanziellen Mittel fehlen? Viele Produzenten stehen häufig vor dem Dilemma, dass ihr Projekt zu teuer ist und nicht ohne Hilfe Dritter gestemmt werden kann. Eine Lösung kann darin bestehen, eine Filmförderung zu beantragen und weitere Finanzierungspartner ins Boot zu holen.

© Stefan Yang - Fotolia.com

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Die Kanzlei WBS berät Produzenten Schritt für Schritt bei ihrem Förderantrag.

Nach den Förderrichtlinien muss der Eigenanteil des Produzenten am Produktionsbudget in der Regel 5% betragen. Durch die Förderung allein können jedoch nicht die restlichen 95% finanziert werden.

Wer eine Förderung erhalten möchte, muss somit nicht nur ein inhaltlich überzeugendes Projekt präsentieren, sondern auch eine geschlossene Finanzierungskette vorlegen.

Das heißt, der Produzent muss nachweisen, dass er zusätzlich zur Filmförderung bereits Mittel generieren konnte, die die Realisierung des Projektes in finanzieller Hinsicht sicherstellen.

Wie das geht?

Ein wesentlicher Finanzierungspartner kann ein TV-Sender sein. Der Produzent sollte also einen Sender finden, der mit ihm ins Boot steigt und gewillt ist das Projekt zu unterstützen, indem er die TV-Senderrechte kauft. Ein weiterer Finanzierungspartner kann ein Weltvertreib sein, der die Auswertungsrechte an dem Projekt im Ausland vertreibt und dafür eine bestimmte Garantiesumme zahlt. Die Kanzlei Wilde Beuger Solmecke hat hervorragende Kontakte zu internationalen Vertriebsnetzwerken und kann von Anfang an eine professionelle Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten Partner bieten.

Wer also sich mit dem Vertrieb über die internationale Vermarktung einigt, und dem Sender die nationale Vermarktung überlässt, schafft es in der Regel ganz gut, die fehlende Finanzierungslücke zu schließen.

Der Antrag auf eine Filmförderung ist oft eine Herausforderung, denn bevor der Antrag gestellt werden kann, sollten bereits die Verträge mit den Sendern und dem Vertrieb abgeschlossen worden sein und dies auf eine Weise, bei der keine Interessenskonflikte entstehen.

Zumindest müssen ausreichende Dealmemos vorliegen, in denen die wesentlichen Punkte, wie die Lizenzsumme und die Rechteeinräumung, bereits vereinbart sind. Wird die Förderung bewilligt, schließt die jeweilige Förderanstalt einen Fördervertrag mit dem Produzenten. Spätestens dann sollte der Produzent abgeschlossene Verträge mit seinen Finanzierungspartner vorlegen können.

Es gilt insbesondere zwei Herausforderungen zu meistern:

  1. Die Verträge müssen den Richtlinien der jeweiligen Förderstiftung entsprechen
  2. Die Verträge dürfen sich inhaltlich nicht widersprechen und müssen daher parallel verhandelt und abgeschlossen werden.

Die Filmstiftung erkennt beispielsweise nur bestimmte Vertriebskosten und Vertriebsprovisionen an. Das heißt, dass in dem Vertrag mit dem Vertrieb auch nur die von der Filmstiftung anerkannten Kosten vereinbart werden können. Ansonsten besteht das Risiko eines Abzuges in der Fördersumme.

Ein weiteres typisches Problem ist, dass der Vertrieb häufig selbst über eigene Vorstellungen über die Lizenzzeiten hat. Der Produzent ist jedoch an die Vorgaben der Förderbestimmungen gebunden. Übersieht er diese, droht auch hier ein Abzug oder gar eine Ablehnung der Förderung.

Häufig bestehen sowohl der Vertrieb, als auch der Sender auf die Vereinbarung einer Option zu einer Anschlusslizenz. Diese Option kann der Produzent gegen eine Optionsgebühr gewähren. Diese muss branchenüblich sein und als gesonderte Zahlung an den Produzenten fließen. Diese Optionsgebühr darf – und das wissen viele Produzenten nicht – nicht zur Herstellung der Produktion verwendet werden. Wer diese Optionsgebühr mit in die Finanzierungskette einbezieht, verkalkuliert sich und verstößt gegen die Förderbestimmungen.

Wie man anhand der vorgestellten Beispiele feststellen kann, ist der Antrag auf eine Förderung ein komplexes Gebilde, bei dem es auf viele einzelne Details ankommt, die genauestens aufeinander abgestimmt werden müssen. Ohne vertiefte Kenntnisse zu den einzelnen Bestimmungen und dem Know How um erfolgreiche parallele Verhandlungen mit dem Sender, dem Vertrieb und der Filmstiftung zu führen, ist die Chance auf eine erfolgreiche Antragstellung gleich Null.


Seit Jahren steht die Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE Produzenten erfolgreich bei der Beantragung von Fördergeldern zur Seite. Durch gute Kontakte und detaillierten Fach- und Praxiskenntnisse können wir zusammen mit Ihnen die passenden Fördermöglichkeiten für Ihr Projekt erarbeiten.

Melden Sie sich einfach bei uns, Rechtsanwältin Rafaela Wilde und Ihr Team steht Ihnen bei Fragen gern zur Verfügung.

Rufen Sie uns an unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit)!


Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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