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Verbraucherschützer gehen gegen PC Games Hersteller Electronic Arts vor

Das Unternehmen Elektronic Arts wurde von der Verbraucherzentrale Bundesverband insbesondere wegen der Nutzungsbedingungen seiner Software abgemahnt. Diese sollen gegen Datenschutzrecht verstoßen.

 Verbraucherschützer gehen gegen Online Games Hersteller vor

Bildnachweis: Justitia / dierk schaefer / CC BY 2.0 / Some rights reserved

Wer als Nutzer bislang an dem Online Spiel Battlefield 3 teilnehmen wollte, erlebte eine Überraschung. Er wurde ohne vorhergehende Information dazu aufgefordert, dass er hierfür zunächst eine zusätzliche Software aus dem Internet auf seinen Rechner downloaden musste. Ansonsten konnte diese das Spiel nicht nutzen. Darüber ärgerten sich einige Nutzer und beschwerten sich bei der Verbraucherzentrale.

 

Aus diesem Grunde erhielt die Firma Electronic Arts eine Abmahnung von der Verbraucherzentrale Bundesverband. Die Verbraucherschützer kritisieren insbesondere, dass die Nutzer nicht hinreichend in den Nutzungsbedingungen auf die Notwendigkeit einer Installation von Software hingewiesen werden. Darüber hinaus darf Electronic-Arts Inhalt bislang laut einer weiteren Klausel ungefragt Nutzerprofile erstellen. Schließlich sieht eine Bestimmung vor, dass die persönlichen Daten für Werbezwecke verwendet dürfen.

 

Damit ist es jedoch jetzt vorbei. Auf Druck der Verbraucherzentrale Bundesverband haben hat der Spiele-Hersteller jetzt eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben. Demzufolge muss Electronic Arts die im Internet veröffentlichten Nutzungsbedingungen sofort ändern. Neu veröffentlichte Spiele müssen sie zum dem 01.06.2012 überarbeitet sein. Spätestens ab dem 01.01.2013 müssen alle Computerspiele und Videospiele mit den notwendigen Informationen versehen sein. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

 

Als Online-Händler sollten Sie insbesondere auf die datenschutzkonforme Verwendung von Nutzungsbedingungen (AGB) sowie auf ein ordnungsgemäßes Impressum großen Wert legen. Ansonsten müssen Sie mit einer teuren Abmahnung vor allem durch Konkurrenten rechnen.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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