Datenschutz

Verbraucherschützer fordern mehr Sicherheit bei Mobile Commerce

Dank Smartphones und mobilem Internet kann man mittlerweile immer und überall Einkaufen und Geld ausgeben. Jedoch birgt die Möglichkeit, mobil zu bezahlen, auch Risiken – so können u. a. Nutzerprofile und Geo-Lokalisierungen erstellt werden. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat nun die Bundesregierung aufgefordert, ein Forum Mobile Commerce einzurichten.

vzbv-Vorstand Gerd Billen sagte dazu: „Mit dem Smartphone hält der Verbraucher ein neues Machtinstrument in der Hand, das sich gegen ihn wenden kann. Wir müssen die Chancen nutzen, ohne die Risiken aus dem Blick zu lassen. Sonst sind es die Datensammler, die die Macht haben, Verbraucher am Gängelband führen und so das große Geschäft machen.“

Die Zahl der Smartphones steigt weiterhin, 2011 waren 43% aller verkaufter Mobiltelefone Smartphones. Und damit steigt auch die Nachfrage nach mobilen Datendiensten: 2,9 Millionen Verbraucher in Deutschland nutzten ihr mobiles Endgerät bereits 2011 für den Einkauf von Waren und Dienstleistungen. Mehr als fünf Millionen Menschen informierten sich vor dem Kauf einer Ware mithilfe einer Mobile-Shopping-App, so die Studie des vzbv.

Mehr Daten gesammelt als erforderlich

Das Problem dabei sei, dass oftmals mehr Daten gesammelt werden, als für den Dienst erforderlich sind. Den Verbrauchern sei dabei nicht immer klar, welche Daten gespeichert werden – oder wie diese gelöscht werden können. Mitunter werde geltendes Recht umgangen und beispielsweise Standortdaten unverschlüsselt gesendet oder ohne Einwilligung der Nutzer an Dritte übermittelt, so die Meldung weiter.

„Viele Apps agieren am Rande der Legalität“, so Gerd Billen. „Die Begehrlichkeit ist groß, die beim Mobile Commerce anfallenden Daten zu missbrauchen. Um Missbrauch zu vermeiden, braucht Deutschland einen effektiven und selbstbestimmten Datenschutz.“ Der Nutzer müsse erkennen können, welche Daten zu seiner Person und seinem Verhalten abgelegt sind. Außerdem müsse er Daten wieder löschen können, die in seinem Profil hinterlegt sind, so die Meldung weiter. „Persönliche Daten gehören Personen, nicht Applikationen. Wir müssen sicherstellen, dass die Nutzer die Kontrolle über ihre Daten wiedererlangen“, so Billen.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.