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Marions Kochbuch bleibt wieder auf Abmahnkosten sitzen

Erneut hat das AG Hamburg entschieden (Urt. v. 10.02.2009 – Az.: 36a C 171/08), dass der Fotograf von Marions Kochbuch auf den Ersatz seiner Abmahnkosten keinen Anspruch hat.
Zwar bekam der Kläger in der Sache Recht und einen Anspruch auf Schadensersatz für die urheberrechtswidrige Verwendung eines Bildes zugesprochen.

Von Interesse ist jedoch, die Begründung des Gerichts, mit der die Abmahnkosten abgelehnt wurden: Der Kläger habe bereits ca. 800 Mal in ähnlicher Weise abgemahnt mit einem eigens verfassten Schreiben abgemahnt. Die Einschaltung eines Anwalts sei daher nicht notwendig gewesen. Aufgrund der bescheinigten ausreichenden Sachkenntnis des Klägers stelle die Beauftragung eines Rechtsanwalts bei derart einfach gelagerten Fällen einen Verstoß gegen die eigene Schadensminderungsobliegenheit dar.

Urteil aus einem Parallelverfahren

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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