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„Made in Germany“ oder doch „Made in China“ ? Neuer EU-Vorschlag soll Klarheit schaffen

Hersteller und Importeure von Produkten müssen künftig genau angeben, aus welchem Herkunftsland das Produkt kommt. Dies ist ein neuer Vorschlag des Europäischen Parlaments. Danach darf die Bezeichnung „Made in Germany“ nur noch benutzt werden, wenn das Produkt auch tatsächlich in Deutschland hergestellt wurde.

„Made in Germany“ oder doch „Made in China“ ? ©-cirquedesprit-Fotolia

„Made in Germany“ oder doch „Made in China“ ? ©-cirquedesprit-Fotolia

Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments will zukünftig, dass alle Hersteller genau angeben woher das angefertigte Produkt eigentlich kommt. Wenn „Made in Germany“ draufsteht, muss das Produkt auch in Deutschland hergestellt werden. Waren die im Ausland angefertigt werden, dürfen nicht mehr die Bezeichnung „Made in Germany“ tragen.

Mehr Bürokratie

Die Industrie meldet sich auf diesen Vorschlag schon zu Wort und glaubt nicht, dass dieser Vorschlag dem Kunden wirklich weiterhilft. Die Bezeichnung „Made in Germany“ sagt gerade überhaupt nichts über die wirklichen Produktbedingungen aus. Durch diesen Vorschlag werde nur mehr Bürokratie geschaffen, so Felix Neugart, stellvertretender Bereichsleiter International beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)

Sollte dieser EU-Vorschlag in Kraft treten, nachdem die Kommission und das Europaparlament sich geeinigt haben, wird zukünftig die Bezeichnung „Made in Germany“ auf Waren wohl nur noch selten zu finden sein. Das auf Textilien schon häufig zu findende Label „Made in China“ wird dem Verbraucher wohl künftig dann häufiger begegnen.

Kilian Kost ist seit 2009 Rechtsanwalt der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE mit Schwerpunkt im Internet- und Wettbewerbsrecht. Seit 2013 ist er zudem Fachanwalt für den gewerblichen Rechtsschutz.

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