E-Commerce

Klage gegen Zalando wegen irreführender Werbung

Die Wettbewerbszentrale hat gegen den Onlinehändler Zalando Klage wegen irreführender Werbung eingereicht.

Die Wettbewerbszentrale hatte bereits vor einigen Wochen gegenüber dem Unternehmen beanstandet, dass dieses bei verschiedenen Artikeln mit einem geringeren Warenvorrat als tatsächlich vorhanden geworben hatte.

„3 Artikel verfügbar“

So hatte Zalando auf seiner Webseite bei manchen Artikeln auf einen begrenzten Warenvorrat mit der Ankündigung „3 Artikel verfügbar“ hingewiesen. Dadurch entstand beim Verbraucher der Eindruck, dass man sich möglicherweise mit einer Bestellung beeilen müsse, da eben nur noch drei Artikel verfügbar seien, so die Kritik der Wettbewerbszentrale.

Tatsächlich habe man jedoch die Anzahl der scheinbar begrenzt vorrätigen Produkte im Warenkorb dann beliebig erhöhen können, so die Meldung der Wettbewerbszentrale weiter. Demnach hätten also doch mehr Artikel als angegeben zur Verfügung gestanden.

Diese Werbung ist irreführende Angebotspraxis

Dies sei nach Ansicht der Wettbewerbszentrale eine irreführende Werbung und damit unlautere Angebotspraxis und man habe daraufhin eine Unterlassung gefordert. Die außergerichtlichen Einigungsbemühungen seien jedoch gescheitert, daher verfolge man den Anspruch nunmehr gerichtlich mit einer Unterlassungsklage beim Landgericht Berlin, so die Meldung der Wettbewerbszentrale weiter (dortiges Az. 15 O 480/15).

Wettbewerbszentrale

Die Wettbewerbszentrale ist die größte und einflussreichste Selbstkontrollinstitution für fairen Wettbewerb. Getragen wird die gemeinnützige Organisation von mehr als 1.200 Unternehmen und über 800 Kammern und Verbänden der Wirtschaft. Sie finanziert sich allein aus der Wirtschaft heraus und erhält keine öffentlichen Mittel. (COH)

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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