E-Commerce

Aufgepasst bei gestaffelten Versandkosten!

Das Thema Versandkostenangaben ist ein häufiger Stolperstein für Online-Händler. Denn bei falschen oder fehlerhaften Angaben zu den Versandkosten drohen Abmahnungen durch Konkurrenten.

Bei diesem Thema verdienen beide Seiten einer genaueren Betrachtung. Für den Verbraucher ist es wichtig die genaue Höhe der zu dem Warenpreis hinzukommenden Kosten zu erfahren, um auch die Preise mit anderen Online-Angeboten transparenter vergleichen zu können.

Je nach Art der verkauften Produkte ist es für Online-Händler selbstverständlich nicht möglich einen immer gleich hohen Betrag für die Versandkosten zu veranschlagen. Daher ist eine Staffelung der Versandkosten beispielsweise nach dem Lieferort (Ausland) sachgerecht.

Hierzu verwenden viele Online-Händler Versandkostentabellen, in denen die Versandkosten je nach Bestimmungsort der Lieferung aufgeführt sind. In diesem Zusammenhang ist vor allem darauf zu achten, dass die Tabelle leicht und schnell für den Verbraucher einsehbar ist.

Eine andere Möglichkeit der Staffelung der Versandkosten ist es, die Kostenhöhe von dem Gewicht der zu liefernden Ware abhängig zu machen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass dann auch bei jeglichen Angeboten genaue Gewichtsangaben gemacht werden müssen, damit der Verbraucher die Versandkostenhöhe dann ermitteln kann. Wichtig ist bei diesem Thema immer, dass der Verbraucher so einfach und schnell wie möglich über die genaue Höhe der Versandkosten informiert wird. Sonst lassen Abmahnungen durch Konkurrenten nicht lange auf sich warten.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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