E-Commerce

Achtung Online-Händler: Werbung mit veralteter UVP ist unzulässig!

Wer als Online-Händler in seinem Shop mit einer veralteten unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) wirbt, handelt wettbewerbswidrig und geht ein hohes Abmahnrisiko wegen Irreführung ein. Dies ergibt sich aus einer aktuellen Entscheidung des Landgerichtes Wuppertal.

 

 Achtung Online-Händler: Werbung mit veralteter UVP ist unzulässig!   © IckeT - Fotolia

Achtung Online-Händler: Werbung mit veralteter UVP ist unzulässig! © IckeT – Fotolia

 

Der Betreiber von einem Onlineshop gab bei einigen Artikeln in einer Preisgegenüberstellung eine durchgestrichene unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an, obwohl diese nicht in der Preisliste des jeweiligen Herstellers stand. Aus diesem Grunde wurde er nach erfolgloser Abmahnung von einem Konkurrenten verklagt.

Irreführung durch veraltete unverbindliche Preisempfehlung (UVP)

Hierzu entschied das Landgericht Wuppertal mit Urteil vom 24.02.2014 (Az. 12 O 43/10), dass gegen diesen Online-Händler ein Anspruch auf Unterlassung besteht. Denn er handelte durch diese Preisangabe wettbewerbswidrig. Die Richter begründeten das damit, dass die Verbraucher durch die Werbung einer nicht mehr existierenden unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers normalerweise in die Irre geführt werden. Anders ist dies nur dann, wenn der Händler den Verbraucher hierüber aufklärt. Dies ist jedoch hier nicht der Fall gewesen. Überdies rügte das Gericht auch, dass der Online-Händler seine Kunden nach einer Bestellung ohne vorhergehende Einwilligung angerufen hatte.

Online-Händler sollten wegen hoher Abmahngefahr aufpassen

Shopbetreiber sollten darauf achten, dass sie nicht aus Unachtsamkeit eine veraltete unverbindliche Preisempfehlung angeben. Ansonsten müssen sie mit einer kostspieligen Abmahnung rechnen. Ebenso sollten Online-Händler niemals eine fiktive unverbindliche Preisempfehlung angeben. Schließlich sollten Verbraucher auch nicht einfach durch Telefonanrufe ohne vorhergehende Einwilligung belästigt werden.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Noch keine Bewertungen)

RSSKommentare (1)

Kommentar schreiben | Trackback URL

  1. […] Wirbt ein Internet-Händler in seinem Shop mit einer veralteten unverbindlichen Preisempfehlung (UVP), so handelt er wettbewerbswidrig. Er geht damit ein hohes Abmahnrisiko wegen Irreführung ein. Das besagt eine aktuelle Entscheidung (Az. 12 O 43/10), des Landgerichtes Wuppertal, wie Rechtsanwalt Christian Solmecke berichtet. […]

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×