E-Commerce

Achtung Online-Händler: Kunden müssen hinreichend über die Ware informiert werden

Grundsätzlich müssen die wesentlichen Warenmerkmale vom Online-Verkäufer beim Fernabsatz angegeben werden bevor der Verbraucher die Bestellung verbindlich abschickt.

Achtung Online-Händler: Kunden müssen hinreichend über die Ware informiert werden©-ferkelraggae-Fotolia-Fotolia_31081868_XS

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In einem aktuellen Fall entschied zunächst das Landgericht Düsseldorf, dass ein Online-Händler nur die allernotwendigsten Informationen über den jeweiligen Artikel geben muss. Ansonsten würde der Verbraucher überfordert.

Doch das Oberlandesgericht Düsseldorf sah das anders und hob dieses erstinstanzliche Urteil auf. Es verwies mit Urteil vom 14.10.2014 – Az.: I-15 U 103/14 darauf, dass der Online-Händler alle verkaufsrelevanten Informationen angeben muss. Angaben, die nicht aus sich heraus verständlich sind müssen so gemacht werden, dass man sie im Rahmen der Online-Bestellung versteht und nicht erst durch Google-Recherche verständlich werden. Darüber hinaus stellt nach Ansicht der Richter eine nicht vorhandene Preisangabe für den Versand ins Ausland keine bloße Bagatelle, sondern eine erhebliche Wettbewerbsverletzung dar.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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