Die Koproduktion

Bei einer Koproduktion schließen sich mehrere Partner zusammen, um eine Filmprojekt zu realisieren. Dies bietet sich vor allem dann an, wenn die Produktionskosten sehr hoch sind oder auch, wenn an vielen verschiedenen internationalen Drehorten gedreht wird. In Deutschland befindet sich zudem nach den USA der zweitgrößte Film- und Fernsehmarkt mit zahlreichen Fördermöglichkeiten. Ebenso existieren eine Vielzahl bilateraler Koproduktionsabkommen.

„Facts“ über die Koproduktion

  • Eine Koproduktion ist dann gegeben, wenn zwei oder mehrere Partner gemeinsam ein Filmwerk produzieren.
  • Eine Koproduktion ist innerhalb des deutschen Marktes, aber auch international möglich.
  • Rechtlich handelt es sich dabei in der Regel um eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), ausnahmsweise um eine OHG.

„To Do“- List für die vertragliche Regelung der Koproduzenten

  • Klärung der eingebrachten Rechte durch einen der Koproduzenten (Vorlage der Chain-of-Title-Dokumente), Einbringung dieser in die Koproduktion. Regelungen im Bezug auf entstehende Rechte (Hauptwerk), bzw. Eigentumsrechte an Materialien.
  • Präzise Festlegung des herzustellenden Films.
  • Einvernehmliche Entscheidungsfindung durch die Koproduzenten, Festlegung eines Entscheidungsmechanismus, falls einvernehmliche Lösung nicht gefunden werden kann.
  • Regelung über die Finanzierung: Verbindliche Festlegung eines Budgets, nebst Finanzierungsplan und Fälligkeit der Beiträge. Absicherung der Beiträge durch die jeweiligen Koproduzenten. Was passiert bei Über/- Unterschreitung des jeweiligen Beitragsanteils? Verteilung der Handlungskosten und des Produzentenhonorars aus dem Budget.
  • Regelungen bzgl. der eingefahrenen Gewinne nach der Deckung der Herstellungskosten.
  • Aufgabenverteilung auf die jeweiligen Koproduzenten im Sinne einer „Rollenverteilung“ auch im Bezug auf das Recht, Verträge mit Dritten abschließen zu dürfen, insbesondere Auswertungsverträge nach Abschluss des Projekts.
  • Kündigungsklauseln, Insolvenzregelungen, Gesellschaftsauflösung.
  • Abschließende Regelungen, Vereinbarungen über die Nennungen, steuerrechtliche Vereinbarungen.

Sie sehen also, einen Koproduktionsvertrag abzuschließen, erfordert zahlreiche Überlegungen und Regelungen, wobei einige Fallstricke zu beachten sind. Sollen wir Sie bei ihrem Projekt unterstützen und rechtlich beraten, damit sie nicht in die typischen „Fallen“ dieses vielschichtigen Vertrages rutschen? Wenden Sie sich gerne an WILDE BEUGER SOLMECKE, um ihre Koproduktion erfolgreich starten zu können!


Unser Expertenteam um Rechtsanwältin Rafaela Wilde steht Ihnen unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) gerne für eine erste Einschätzung zur Verfügung.


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Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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