Die Klärung und Durchsetzung von Restitutionsansprüchen bei Kunstwerken

Noch heute gibt es tausende Kunst- und Kulturgüter, die in privaten Sammlungen oder öffentlichen Einrichtungen existieren und ausgestellt werden, aber nicht rechtmäßig von dem ursprünglichen Eigentümer abgegeben oder erworben wurden. Unterschieden wird hierbei zwischen Raubkunst und Beutekunst.

Der Unterschied zwischen Raub- und Beutekunst

Raubkunst werden Kunstwerke genannt, die während der NS-Zeit den Eigentümern durch den verfolgungsbedingten Verlust abhandengekommen sind. Als Beutekunst werden Kunst- und Kulturgüter beschrieben, die Eigentümern aufgrund von Krieg oder Konfliktzuständen verloren haben. Problematisch ist heutzutage oftmals die Interessen der rechtmäßigen Eigentümer und der aktuellen Besitzer in Einklang zu bringen.

Bevor an einen Interessensausgleich – z. B. eine Rückübertragung oder einen finanziellen Ausgleich – zu denken ist, muss ein möglicher Restitutionsanspruch rechtssicher festgestellt werden. Hierbei muss die Historie des Kulturgutes recherchiert und nachvollzogen werden, um die faktische Eigentümerstellung zu erforschen. Die Recherche und Feststellung von Restitutionsansprüchen ist oftmals mühsam und kostenintensiv, da Zeitzeugen regelmäßig nicht mehr leben, Dokumente nicht immer vorliegen oder in der Vergangenheit gefälscht wurden.

Eigentumsverhältnisse an Raub- und Beutekunst wiederherstellen

Grundsätzlich besteht aufgrund internationaler Abkommen die Möglichkeit durch Rückgabe oder Entschädigungszahlungen die Eigentumsverhältnisse an Raub- oder Beutekunst wieder herzustellen. Auch das deutsche Recht sieht gesetzliche Möglichkeiten vor, abhanden gekommenes Eigentum vom Besitzer wieder zu erlangen. In vielen Fällen wird ein möglicher Restitutionsanspruch aufgrund des langen Zeitverzuges von den Erben ehemaliger Eigentümer durchgesetzt.

Die Durchsetzung von Restitutionsansprüchen erfordert häufig zeit- und kostenintensive Vorarbeit und sich dann anschließende Verhandlungen mit den Besitzern. Da Raub- und Beutekunst häufig nicht als solche deklariert von den jetzigen Besitzern erworben wurde, sehen diese sich dann oftmals wieder dem eigenen geglaubten Eigentum beraubt. Erfahrung in Recherche und gerichtlicher Durchsetzung von Wiederherstellungsansprüchen kann die Kosten für die Rückgewinnung von Kunst- und Kulturgütern erheblich mindern.


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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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