Der Kauf und Verkauf von Kunstwerken

Der Bereich der Kunst hat schon seit Jahrtausenden einen Markt, der maßgeblich durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Während früher vor allem die gesellschaftliche Anerkennung dafür verantwortlich war, dass Menschen Kunst gesammelt haben, spielt heute der finanzielle Aspekt eine meistens noch größere Rolle.

Der Kunstmarkt ist ein Milliardengeschäft. Verkaufszahlen bewegen sich weltweit in immer größere Dimensionen. Kunst als Anlagemöglichkeit ist beliebter denn je. Zeitgleich wächst das persönliche Verlangen der Sammler Kunst für den privaten Genuss zu besitzen.

Die verschiedenen Möglichkeiten Kunst zu verkaufen

Der Kauf und Verkauf von Kunstwerken erfolgt auf verschiedenen Wegen. Kunst mit höherem Wert wird in den meisten Fällen über Auktionshäuser oder Galerien verkauft. Der Kunsthandel mit Kunstwerken geringerer Preisstruktur erfolgt entweder durch Galerien oder den Künstler selber. Durch den Einzug des Internets haben Künstler heutzutage viel einfachere Möglichkeiten Kunstwerke ohne großen Aufwand Dritten präsentieren und zum Kauf anbieten zu können.

Bei dem Kauf und Verkauf von Kunst wird grundsätzlich unterschieden zwischen Primär- und Sekundärmarkt. Künstler, die von exklusiven Galeristen vertreten werden und diesen exklusiv Kunstwerke für den Galerieverkauf zu Verfügung stellen, bedienen den sog. Primärmarkt. Den Sekundärmarkt bilden Auktionshäuser, die Kunstwerke schätzen und Dritten anbieten, ohne zwangsläufig mit dem Künstler in einer direkten geschäftlichen Verbindung stehen zu müssen.

Bestimmung des Preises oft schwierig

Der Kauf und Verkauf von Kunstwerken wird dadurch erschwert, dass der „richtige“ Preis bzw. „korrekte“ Wert von Kunst nach objektiven Maßstäben nur schwer zu bestimmen ist. Parameter, die eine erstmal generelle wertmäßige Einordnung eines Kunstwerkes ermöglichen sind das Alter, die Herstellungsweise des Kunstwerkes und die Bekanntheit des Künstlers selbst. Die Wertbildung von Kunstwerken weiter davon beeinflusst welche Preise für Kauf und Verkäufe eines Künstlers in vergleichbaren Auktionen erzielt wurden. Das Gebot von Angebot und Nachfrage beherrscht auch den Kunsthandel. Die zu erzielenden Preise variieren international. Auch die einzelnen Verkaufswege versprechen unterschiedliche Ertragspotentiale.

Sichern Sie sich beim Kauf und Verkauf von Kunstwerken rechtlich ab

Die gesetzlichen und vertraglichen Problemkonstellationen bei Kauf und Verkauf von Kunst- und Kulturgütern sind weit gefasst. Der Künstler selber möchte sein Kunstwerk vor Verfall schützen, möglicherweise bestimmte Verkaufspreisuntergrenzen nicht unterschreiten und möglichst wenig Marge abgeben. Detaillierte Regelungen mit Galeristen, Auktionshäusern oder privaten Käufern können im Vorfeld eines Verkaufsprozesses die Gefahr von auftretenden Konflikten erheblich eindämmen.

Der Galerist oder Käufer einer Kunstwerkes ist interessiert an einem möglichst günstigen Preis und einer Bestätigung über die Echtheit eines Kunstwerkes. Darüber hinausgehende Konfliktfelder wie die Lagerung, der Versand und die Pflege von Kunstwerken sollten mit Vertragspartnern ebenfalls vertraglich geregelt werden, um den Pflichtenkreis der Vertragsparteien klar zu definieren. Da der Handel mit Kunst oftmals Handel mit Unikaten von erheblichem Wert bedeutet, ist die frühzeitige rechtssichere Planung von Kauf- und Verkaufsprozessen zu empfehlen.


Um Ihre Projekte auf ein sicheres Fundament zu stellen, ist eine vorherige rechtliche Prüfung ratsam. Hierbei helfen wir Ihnen! Unser Expertenteam um Rechtsanwältin Rafaela Wilde steht Ihnen unter der Rufnummer 0221 / 951 563 0 (Beratung bundesweit) gerne für eine erste Einschätzung zur Verfügung.


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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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