Datenschutz

Wo sind meine Daten?

Die Verbraucherdaten werden von den Firmen gespeichert und weiter gegeben. Die Recherchen zeigen aber, wie schwierig es ist, die Informationen zu erhalten, was mit den Daten eigentlich weiter passiert.

Inwieweit geben Firmen persönliche Daten weiter? © IckeT - Fotolia

Inwieweit geben Firmen persönliche Daten weiter? © IckeT – Fotolia

 

Datenschützer werden deutlich

Hessens Landesdatenschützer Michael Ronellenfitsch hat eine vernichtende Bilanz über die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) gezogen „“Es ist unmöglich, sich einen Überblick über seine Daten zu verschaffen“, sagt er.

Funktion des Bundesdatenschutzgesetzes

Ursprünglich war es angedacht, mit dem Bundesdatenschutzgesetz die Rechte des Verbrauchers zu stärken. Laut § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes, kann der Verbraucher bei Unternehmen und Behörden eine Datenauskunft einfordern. Somit hat jeder Verbraucher die Möglichkeit vom Unternehmen zu verlangen, dass sie ihm Auskunft darüber gibt, welche seine Daten gespeichert wurden, wie diese Daten verwendet und an wen die weiter gegeben worden.

Verbraucherdaten werden blitzschnell weiter gegeben

Durch zahlreiche Recherchen wurde festgestellt, dass die Unternehmen die personalisierten Daten an Dritte weitergegeben haben. Die Auskünfte über die Weiterverwendung von Daten die die Firmen erteilten haben, waren teilweise nicht nachvollziehbar und lückenhaft. Daher ist es für den Verbraucher nicht sehr einfach zu kontrollieren, was eigentlich mit seinen Daten tatsächlich passiert.

Wo bleibt das Auskunftsrecht?

Florian Glatzner Datenschutzexperte beim Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) sagt, „So was geht gar nicht. Es müssen konkret Unternehmen benannt sein, an die ich mich wenden kann. So tappt der Verbraucher weiter im Dunkeln.“

Die personalisierten Daten sind daher so sensibel, weil sie z.B. für die Bonitätsprüfung verwendet werden. Die Kreditinstitute können überprüfen, in welchem Viertel und in welchem Haus der Kunde wohnt, um seine finanzielle Situation zu bewerten. Dieses Scoring-Verfahren wird heftig von Verbraucherschützer kritisiert.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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