Datenschutz

Luxemburg klagt möglicherweise gegen Skype

Skype soll seit Jahren Date an den amerikanischen Geheimdienst NSA weitergegeben haben.  Dieses Vorgehen habe sich verstärkt seit Microsoft, bekannt für seine Zusammenarbeit mit dem NSA, Skype gekauft hat.

So lautet der Vorwurf der Datenschutzkommission in Luxemburg,  die deshalb eine Klage gegen Skype in Betracht zieht.

Skype als Mitglied des Prism Netzwerks

Skype soll noch vor seiner Übernahme durch Microsoft im Jahre 2011 Mitglied des Prism Netzwerks geworden sein und, entgegen seiner Datenschutzvereinbarungen mit seinen Nutzern, Chatprotokolle sowie Telefonaufzeichnungen und Nutzerdaten an die USA übermittelt haben.

Versendete Datenmenge an die NSA vermutlich verdreifacht

Seit der Übernahme durch Microsoft soll die an die NSA versendete Datenmenge aus Luxemburg sich verdreifacht haben. Auch von einer Unterstützung Skypes bei der Entschlüsselung von Chats und Telefonaten ist die Rede. Dies bringt die seit Mitte diesen Jahres in dieser Angelegenheit ermittelnde Datenschutzkommission zu Tage. Bis Ende Oktober soll es einen Untersuchungsbericht geben, dessen Ergebnis Grundlage für die Entscheidung ist, ob Skype von Luxemburg verklagt wird oder nicht.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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