Computerstrafrecht

Hackerangriff auf Webhoster GoDaddy

Scottdale(Arizona) GoDaddy ist mit über 45 Millionen Kunden einer der größten Webhoster weltweit. Das Unternehmen stellt gegen Bezahlung seine Ressourcen, kurzgesagt Rechnerplatz für Internetseiten zur Verfügung.

Über Twitter ließ GoDaddy am Morgen des zehnten September vermelden, dass sie vermutlich Opfer eines Hackerangriffs geworden sind und aufgrund dessen zig Tausende Internetseiten vorübergehend nicht aufrufbar sein werden. Tatsächlich waren Millionen von Websites über Stunden offline.

URL Website Erreichbarkeit Unterlassungserklärung

Bildnachweis: how DNS works | Jkalleboo | CC BY 2.0

 

Zweifel an Bekennerschreiben-Anonymous verneint beteiligung und kritisiert Mißbrauch ihres Namens

Als vermeintlicher Verursacher meldete sich ebenfalls über Twitter ein User unter dem Synonym „AnonymousOwn3r“. Ob dieser Jemand tatsächlich für den Ausfall verantwortlich ist, darf bezweifelt werden. Er hatte sich bereits einmal damit gebrüstet, die Seite von Facebook vom Netz genommen zu haben. Tatsächlich jedoch war es damals ein betriebsinternes Problem, welches bei Facebook für den Serverausfall verantwortlich war.

Auch Mitglieder der Anonymous-Bewegung ließen kurz nach Bekannt- werden des Bekennerschreibens über das Internet vermelden, dass sie ebenfalls nichts mit dem Vorfall zu tun hätten und ihr Name hier missbraucht würde, um mediale Aufmerksamkeit zu erregen.

Interims-CEO Wagner: „Kundendaten zu keiner Zeit gefährdet“

Am späten Abend gab GoDaddy bekannt, dass die Probleme weitestgehend behoben seien und die Internetseiten wieder zur Verfügung stünden. Vorübergehend wich man anscheinend auf Kapazitäten des Konkurrenzanbieters Verisign aus, um schnellstmöglich wieder online zu sein. Als am Abend die eigenen Server wieder funktionierten, stellte Interims-CEO Wagner klar, dass zu keiner Zeit Kundendaten gefährdet gewesen seien. Über mögliche Ursachen des Ausfalls gab es am Abend noch keine genauen Informationen.

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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