Datenschutz

Google wird Verletzung der Privatsphäre von Schülern und Studenten vorgeworfen

Die US-Datenschutzstiftung Electronic Frontier Foundation (EFF) hat Beschwerde bei der US-Handelskommission (FTC) eingereicht, da Google Schüler und Studenten ausspionieren soll, die mit Geräten des Konzerns arbeiten.

Google wird Verletzung der Privatsphäre von Schülern und Studenten vorgeworfen ©-Thomas-Jansa-Fotolia

Google wird Verletzung der Privatsphäre von Schülern und Studenten vorgeworfen ©-Thomas-Jansa-Fotolia

An amerikanischen Schulen werden vielfach die vom Konzern Google zur Verfügung gestellten Chromebooks genutzt, die im Rahmen des Projekts „Chromebooks for Education“ als ergänzende Lern- und Recherchemittel genutzt werden. Die Computer laufen dabei über das Betriebssystem Google Chrome OS.

Vorwurf: Speicherung von persönlichen Daten

Die EFF, eine bekannte Bürgerrechtsorganisation aus den USA, wirft dem Unternehmen nun vor, dass durch die Standarteinstellungen auf Googles Chromebooks die persönlichen Daten der Schüler und Studenten ohne Erlaubnis von diesen oder deren Eltern gespeichert werden. Dazu gehöre welche Begriffe Schüler gesucht haben, welche YouTube-Videos aufgerufen und welche Passwörter gespeichert wurden.

Reaktion von Google: „keine Auswertung für Werbezwecken.“

Der Konzern erklärte man halte sich an die geltenden Regeln und Gesetze. Die Anwenderdaten würden zwar ausgewertet, jedoch nicht für Werbezwecke. In Zukunft sollen aber die kritisierten Standarteinstellungen so geändert werden, dass Daten wie der Browserverlauf nicht mehr automatisch mit anderen Services synchronisiert werden.

Aber: nicht weit genug, da Google den Kindern auf anderen Geräten weiter folgen kann

Diese Änderung genügt den Datenschützern aber nicht. Die Privatsphäre der Schüler und Studenten müsse stärker geschützt werden. Denn auch weiterhin würden die Standarteinstellungen erlauben, den Kindern zu folgen, wenn sie die Chrome-Browser auf anderen Geräten außerhalb der Schule nutzen sich sich darüber bei einem Google- Dienst einloggten.

„Entgegen der öffentlichen Versicherung, das nicht zu tun, sammelt Google bei die Browserdaten und andere Informationen der Schüler und nutzt diese für eigene Zwecke des Unternehmens“ so EFF-Anwalt Nate Cardozo. (lib)

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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