Datenschutz

Facebook plant Werbung noch mehr zu personalisieren

Um noch stärker personalisierte Werbung schalten zu können, will Facebook noch mehr Nutzerdaten auswerten. Beim Datenschutz soll es dabei mehr Klarheit geben, wer das also keine weitere Werbung erhalten möchte, kann die Funktion ausstellen.

App-Zentrum: Facebook ignoriert Datenschutz

Facebook plant Werbung noch mehr zu personalisieren© simsalabin1-Fotolia

In Deutschland hat Facebook bisher die Werbeprofile seiner Nutzer auf Grundlage des Verhaltens im Netzwerk erstellt. In den USA hingegen, richten sich die Werbeanzeigen bereits seit einigen Monaten nach den Auswertungen der erweiterten Nutzerdaten im Netz.

Das soll nun auch in Deutschland umgesetzt werden. Dafür sollen unter anderem Informationen über besuchte Seiten und genutzte Apps ausgewertet werden. Allerdings soll die Funktion durch die Nutzer abgestellt werden können. Dies gelte für alle Geräte, so die Facebook-Datenschutz-Chefin Erin Egan gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. In der neuen Funktion „Privacy Basics“ (Grundlegendes zur Privatsphäre) können Nutzer ersehen, warum ihnen eine bestimmte Werbung angezeigt wird.

Mit der Einrichtung des neuen Bereichs seien zugleich die eigentlichen Datenverwendungsrichtlinien verschlankt worden. „Wir haben die Informationen über einzelne Produkte in „Privacy Basics“ verlagert“, erklärte Egan. „Der Großteil der Datenschutz-Regeln ist unverändert geblieben.“ Zudem mache die Aktualisierung der Datenschutzregeln den Weg für ortsbasierte Werbeanzeigen frei, sofern der Nutzer seinen Aufenthaltsort mit Facebook teilt. Insgesamt soll es mehr Kontrolle darüber geben, welche Werbung man bei Facebook eingeblendet bekommt. Neben Facebooks hauseigenem Anzeigen-Kontrollzentrum mit dem Namen „Werbeanzeigen-Einstellungen“ gibt es eine ähnliche Plattform der Online-Werbebranche, der anbieterübergreifend funktionieren soll.

Das Versprechen, dass Nutzerdaten des Kurznachrichtendienstes WhatsApp nicht mit den Facebook-Informationen verknüpft werden, bleibe aber weiterhin bestehen, versicherte Egan.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

Gefällt Ihnen der Artikel? Bewerten Sie ihn jetzt:

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Bewertungen, Durchschnitt: 5,00 von 5)

RSSKommentare (0)

Kommentar schreiben | Trackback URL

Kommentar schreiben

Mit dem Absenden des Kommentars erklären Sie sich mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben und immer auf dem Laufenden bleiben:
×