Datenschutz

Facebook: Bericht des irischen Datenschutzbeauftragten

Der irische Datenschutzbeauftragte hat vor einigen Tagen seinen Audit-Bericht zu Facebook vorgelegt. Aus diesem ergibt sich, dass Facebook noch etwas für den Datenschutz tun muss.

Facebook-Bericht des irischen Datenschutzebeauftragten

Bildnachweis: Facebook Like Button / FindYourSearch / CC BY 2.0 /Some rights reserved

Etwa vor einem Jahr hatten sich mehrere Studenten wegen Facebook an die Irische Datenschutzbehörde gewendet und sich über Verstöße gegen das Urheberrecht beschwert. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass sich der europäische Hauptsitz von Facebook in Irland befindet. Somit können Datenschutzverletzungen dort direkt verfolgt und geahndet werden.

 

Nach Einleitung eines Verfahrens hat der Irische Datenschutzbeauftragte am 21.09.2012 seinen Audit-Bericht über Facebook vorgelegt mit dem Gesamtumfang von 186 Seiten. Demzufolge soll Facebook die Forderungen der Datenschützer weitgehend umgesetzt haben. Dem widerspricht der Schleswig-Holsteinische Datenschützer Thilo Weichert. Zwar ist anzuerkennen, dass Facebook inzwischen die biometrische Gesichtserkennung deaktivieren möchte. Weichert weist aber zu Recht darauf hin, dass sich Facebook ansonsten gerne über datenschutzrechtliche Bestimmungen hinwegsetzt. Darüber hinaus ergibt sich aus dem Bericht des irischen Datenschutzbeauftragten nicht, dass ´Facebook sich jetzt wirklich datenschutzkonform verhält. Der irische Datenschutzbeauftragte bemängelt etwa die unzureichende Information der Nutzer über die Verwendung ihrer Daten bei Facebook und fordert noch einige Nachbesserungen

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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