Datenschutz

Datenschutz kompakt: BMJV stellt „One-Pager“ vor

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat ein Muster für Datenschutzhinweise auf nur einer Seite vorgestellt.

Viele Datenschutzerklärungen sind lang und kompliziert und werden oft nur von wenigen Verbrauchern gelesen. Die meisten setzen gleich den Einverständnishaken oder klicken einfach weiter.

©-cirquedesprit-Fotolia

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One-Pager: Vereinfachte und konzentrierte Darstellung

Mit dem nun vorgestellten „One-Pager“ sollen künftig Informationen über die wesentlichen Datenverarbeitungen vereinfacht und konzentriert vermittelt werden. Wichtige Aussagen zur Datenverarbeitung werden in smarten Informationskomplexen zusammengefasst.

Nutzer können durch ein „Mouseover“ oder mit einem Link weitere Details erfahren. Der „One-Pager“ kann von Unternehmen genutzt werden, die ihre Datenverarbeitung gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern auf einfache Weise im Internet transparent machen wollen, so die Meldung des BMJV.

Verbraucherinformationen, einfach wie Bestellprozesse

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Ulrich Kelber sagte dazu: „Wahlfreiheit, Selbstbestimmung und Datenschutz in der digitalen Welt gehen nur mit solchen Verbraucherinformationen, die genauso einfach sind, wie die Bestellprozesse im Internet. Ich bin froh, dass es gelungen ist, gemeinsam mit Unternehmen und Verbraucherschützern eine Antwort darauf zu geben, wie wir Datenschutzinformationen transparenter und verständlicher gestalten können.“

Man müsse Verbraucher mit in die digitale Welt nehmen und ihr Vertrauen in die Technik, gerade in Bezug auf den Datenschutz, stärken, heißt es in der Meldung weiter. Auf diesem Gebiet arbeitet die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz und der IBM geleitete Plattform „Verbraucherschutz in der digitalen Welt“. Die Plattform wird gebildet aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbraucher- und Datenschutzorganisationen und Institutionen aus dem Justizbereich.

Die Vorsitzende der Plattform und Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland, Martina Koederitz ergänzte: „Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind wichtige Voraussetzungen für die Akzeptanz digitaler Geschäftsmodelle. Davon unabhängig muss verstärkt der technische Datenschutz berücksichtigt werden. Der beste rechtliche Datenschutz bleibt wirkungslos, wenn technische Vorkehrungen vernachlässigt werden.“ (COH)

Ein Muster des One-Pagers sehen Sie hier

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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