Datenschutz

Datenschutz im Netz- Was speichern Apps?

Apps und Webdienste gehören schon lange zu unserem Alltag. Was diese jedoch speichern ist nicht immer erkennbar. Grundsätzlich kann man dies bei den Anbietern abfragen. Eine Studie von Hamburger und Siegener Wissenschaftlern kommt jedoch zu einem beunruhigenden Ergebnis. Nur jede zweite Firma erteilt ausreichende Auskünfte. 

Datenschutz im Netz- Was speichern Apps? © SIGNTIME - Fotolia

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Die gesetzlichen Regelungen

Seit der 1995 erlassenen EU-Datenschutzrichtlinie, muss dem Kunden Auskunft darüber erteilen werden, welche Daten zu welchem Zweck gespeichert werden. Zusätzlich müssen auf dessen Verlangen hin unzulässige oder unnötige Daten gelöscht werden. Geregelt wird dies in Deutschland u.a. im Bundesdatenschutzgesetz.

Die Studie

Untersucht wurde zum einen, ob und wie Auskunft über die gespeicherten, personenbezogenen Daten Auskunft erteilt wurde. Zum anderen wurde der generelle Umgang mit den Daten analysiert.

Dabei kommt die Studie zu dem beunruhigenden Ergebnis, dass viele Webdienst- Anbieter ihren Pflichten zur Löschung und Auskunft über gespeicherte Verbraucherdaten nicht nachkommen. Nur 40 Prozent der beliebtesten Apps oder Internetseiten erfüllen diese Pflicht in ausreichendem Maße, 60 Prozent hingegen nicht oder nur unzureichend. Selbst Verweise auf die Gesetzeslage und Aufsichtsbehörden halfen nur in einem verschwindend geringen Umfang.

Noch schlechter sieht es bei ausländischen Anbietern aus. Von diesen erteilten noch weniger befriedigende Auskünfte.

Kritischer stellt sich jedoch der generelle Umgang mit den sensiblen Daten dar. Fast ein Viertel der untersuchen Anbieter, gingen hier besonders nachlässig vor. Datenanfragen, die von einer falschen E-Mail- Adresse gestellt wurden, wurden beantwortet, ohne nachzuprüfen, ob die angegebene Adresse wirklich zu dem Dateninhaber gehört. Ein Dritter kann so an fremde Daten kommen oder sogar andere Konten löschen lasse, ohne dass der eigentliche Inhaber etwas davon weiß. Problematisch wird es insbesondere, wenn dadurch Daten in die Hände von Trickbetrügern fallen.

Datenschutz bei Apps: Was kann man selbst tun

Um bei diesem verantwortungslosen Umgang mit Daten die Kontrolle über seine Daten zu behalten, sollte man grundsätzlich sehr sparsam mit der Herausgabe seiner Daten sein. Der Nutzer sollte also nur so viele Daten preisgeben, wie für die Durchführung des Dienstes unbedingt notwendig ist. (BeB)

Sicher ist das folgende Video interessant:

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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