Datenschutz

Google – Die Suchmaschine die nie vergessen will

Das Internet vergisst nie! Und ein Grund dafür stellen solche Suchmaschinen wie google dar, die in ihren nahezu unendlich erscheinenden Datenspeichern jegliche Informationen über alles und jeden abspeichern und auch noch Jahre oder gar Jahrzehnte danach noch auf Abruf bereit halten. Dies soll nach den Google Verantwortlichen wohl auch so bleiben. Denn Google widersetzt sich einer Aufforderung der französischen Datenschutzbehörde CNIL, Informationen über bestimmte Personen nicht nur in Europa, sondern auch weltweit zu löschen.

Google – Die Suchmaschine die nie vergessen will© Benjamin-Duda-Fotolia

Google – Die Suchmaschine die nie vergessen will© Benjamin-Duda-Fotolia

Bürger der Europäischen Union können nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes Suchmaschinen wie unter anderem zum Beispiel Google auffordern, bestimmte Informationen aus ihrer Vergangenheit zu löschen, so dass diese in den Ergebnislisten nicht mehr auftauchen können.

Nachdem etliche entsprechende Aufforderungen bei Google eingegangen waren, löschte das amerikanische Unternehmen die Informationen allerdings nur aus der europäischen Version seiner Suchmaschine, so dass die Informationen in den Versionen anderer Länder außerhalb Europas weiter zugänglich sind. Die französische Datenschutzbehörde CNIL forderte Google  bereits Mitte Juni auf, diese Informationen weltweit zu löschen und das in Europa vorgeschriebene „Recht auf Vergessen“ umzusetzen, was Google jedoch verweigert.

Google: Besorgerniserregende Entwicklung

Das Unternehmen teilte daraufhin mit, dass das „Recht auf Vergessen“ in Europa vielleicht Gesetz sein mag, diese jedoch nicht weltweit gelte. Und kein Land die Autorität haben sollte darüber zu entscheiden, worauf jemand in einem anderen Land zugreifen kann oder nicht. Nach Ansicht der Google-Verantwortlichen sei das Vorhaben der französischen Datenschutzbehörde daher eine besorgniserregende Entwicklung, weshalb man die CNIL gebeten hat, die Aufforderung zurück zu ziehen.

Abzuwarten bleibt, wie die CNIL reagieren wird.

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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  1. Google’s Standpunkt, dass jeder Zugang zu allen Online-Informationen haben sollte ist gut.
    Jedoch können in manchen Fällen sehr schädliche, personenbezogene Daten Informationen bei
    Google gefunden werden. In dem Fall sollte man das „“Recht auf Vergessen““ in Anspruch
    nehmen können.

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