Computerstrafrecht

Sicherheitslücke auf Samsung Galaxy Smartphones: Hacker können Daten löschen

Sämtliche Nutzerdaten auf Geräten des führenden Smartphone-Herstellers sollen sich aus der Ferne löschen lassen, wenn man Anwender dazu bringt, präparierte Websites oder SMS zu öffnen. Das Ausmaß ist bisher allerdings unklar.

Mit einer simplen Kombination aus Zahlen und Sonderzeichen, USSD- Code genannt, soll sich das Android System auf einem Samsung Galaxy S3 auf die Werkseinstellungen zurücksetzen lassen und gleichzeitig alle Daten komplett gelöscht werden. Es erfolgt keine Rückfrage und der Nutzer ist machtlos, nachdem das Kommando auf dem Smartphone ausgeführt wurde. Auf der achten Ekoparty-Sicherheitskonferenz in Buenos Aires hat das Ravi Borgaonkar (Sicherheitsforscher an der TU Berlin) demonstriert.

Der USSD-Code ist ein Bestandteil des GSM-Protokolls und steht für Unstructured Supplementary Service Data. Darüber lassen sich Befehle über das Tastenfeld des Telefons ausführen.

Eine andere Gefahrenquelle sind WAP Push SMS, bei denen die Daten direkt übertragen werden, ohne dass der Nutzer eingreifen kann: So sollen normalerweise Software-Updates, klingeltöne oder Betreiberlogos auf ein Handy überspielt werden oder Betreiber- Infos als spezielle Kurznachricht ohne Absender angezeigt werden oder Betreiber- Infos als spezielle Kurznachrichten ohne Absender angezeigt werden. Die WAP Push Funktion lasst sich allerdings in den Einstellungen der Nachrichten App abschalten, so dass man nur noch bei seltsam formtierten Links und Telefonnummern mit dem Inhalt *2767*3855# aufpassen muss.

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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