Computerstrafrecht

China als Opfer einer Cyber-Attacke im Netz?

Nachdem McAfee einen großangelegten Hacker-Angriff aufgedeckt hatte, soll der mutmaßliche Angreifer selbst Hacker-Angriffen zum Opfer gefallen sein. Dies behauptet er jedenfalls.

 

Laut einem Bericht bei gulli vom 09.08.2011 soll die Regierung in China behauptet haben, dass im Jahr 2010 insgesamt 500.000 Hacker-Angriffe auf Computer in China verübt worden sein. Diese seien in der Regel durch Trojaner folgt. Ziel dabei sei der Zugriff auf sensible Daten gewesen. Etwa die Hälfte der Attacken seien von Übersee verübt worden. Solche Angriffe können ein großes Sicherheitsrisiko darstellen.

 

Wie wir bereits berichtet haben, hat McAfee seinerseits Anfang August 2011 Cyber-Angriffe bei etwa 70 Zielen festgestellt. Dabei äußerten Fachleute den Verdacht, dass die Hacker-Angriffe von China ausgegangen seien.

 

Sollte die Behauptung der chinesischen Regierung zutreffen, kommt nach deutschem Recht vor allem das Vorliegen einer Computersabotage nach §303b StGB sowie das Ausspähen von Daten nach §202a StGB als Straftatbestände in Betracht.

 

 

Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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