Computerstrafrecht

Anonymous droht der US-Regierung mit der Veröffentlichung von geheimen Dokumenten

Nach dem Selbstmord des 26-jährigen Internetaktivsten Aaron Swartz drohte die Hackergruppe Anonymous mit der Veröffentlichung von geheimen Dokumenten der US-Justiz.

Virus, Betrug, Abzocke, Trojaner

©-asrawolf-Fotolia

Anonymous teilte mit, sich Zugang zu der Internetseite der Sentencing Commission verschafft zu haben. Das Rechtssystem der USA schreibt Hackern drastische Strafen zu. Es drohen der Gruppe Anonymous mehrere Jahrzehnte Haft und eine Geldstrafe von einer Millionen Dollar.

 

In einem Youtube-Video der Gruppe Anonymous droht die Untergrundorganisation der Regierung mit folgendem Satz: Wenn nicht die US-Gesetze zur Verfolgung von Hackeraktivitäten geändert würden, stehe die Veröffentlichung von angeblich brisanten Geheimunterlagen kurz bevor. Durch den Selbstmord des Internetaktivsten Hacker Aaron Swartz, sei „eine rote Linie überschritten worden“. Anonymous erwähnte keinerlei Hinweise, um welche Dokumente es sich handelt. Schon seit langer Zeit sammelt die Gruppe zahlreiche Unterlagen, die nach und nach im Rahmen der „Operation Last Resort“ veröffentlicht werden sollen.

 

Außerdem gab Anonymous bekannt, dass es ihnen gelungen sei, in weitere Netze der Regierung einzudringen und somit vertrauliche Dokumente kopieren zu können. Sie erklärten, dass sie „spaltbares Material für die Herstellung von mehreren Atomsprengköpfen“ gesammelt hätten. Nun leitet das FBI die Ermittlungen ein.

 

Anonymous nannte keine „Frist“ für die Änderung der Gesetze. Somit ist unklar, wie lange diese Aktion anhält und was die US-Behörden sonst noch erwartet.

 

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Christian Solmecke ist Partner der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und inbesondere in den Bereichen des IT-, des Medien- und des Internetrechts tätig. Darüber hinaus ist er Autor zahlreicher juristischer Fachveröffentlichungen in diesen Bereichen.

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