Arbeitsrecht

Tarifverhandlung der Filmschaffenden geht in die nächste Runde

Die seit gut einem Jahr ergebnislosen Tarifverhandlungen zwischen dem Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) und ver.di mit der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen gehen am 12. Oktober in die nächste Runde.

Nach Angaben von ver.di sollen Einkommensverbesserungen zum „nächstmöglichen Zeitpunkt“ ein Schwerpunkt der Gespräche sein. Dazu gehört u. a. die Erhöhung der Wochengagen um einen Sockelbetrag von 50 Euro sowie eine zusätzliche Erhöhung um 3,5% ab Januar 2012.

Zudem setzen sich ver.di und der BFFS für eine Mindestgagenhöhe für Berufseinsteiger ein, die bei 1250 Euro Tagessatz liegen soll. Die Produzentenallianz bietet hier 500 Euro. Ein weiteres Ziel soll die Aufnahme weiterer Gewerke wie Beleuchtung, Kamerabühne, Sounddesign und Tonbearbeitung in die Gagentabelle sein, da diese bislang nicht tariflich erfasst sind.

„Die beiden vergangenen Tarifrunden wurden dominiert durch eine erfolgreiche Einführung zwei entscheidender Neuerungen im Tarifvertrag für Filmschaffende. Doch die Auseinandersetzung um die Einführung von Zeitkonten ab dem Jahr 2007 und Begrenzung der täglichen Arbeitszeit ab 2010 haben viel Verhandlungszeit gekostet. Zudem hat die Kostenwirkung dieser beiden Errungenschaften im Gesamtergebnis als Kehrseite zu unterdurchschnittlichen Tariferhöhungen geführt. Diesmal geht es uns deshalb um die Konzentration auf kräftige Tariferhöhungen und zwar so schnell wie möglich“, betont der ver.di-Verhandlungsführer Matthias von Fintel.

Im Juli 2011 hatte der BFFS bereits eine kleine Protestaktion als Warnzeichen für einen einheitlichen Tarifvertrag gestartet.

Rafaela Wilde ist Partnerin der Kanzlei WILDE BEUGER SOLMECKE und beratende Justiziarin des Film- und Medienverbands NRW e. V. Sie vertritt bereits seit Jahren erfolgreich die Interessen von Film- und Fernsehproduzenten gegenüber der Landesregierung NRW, den Fernsehsendern und anderen Wirtschaftspartnern.

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